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Benzin-Wucher: Wie Autofahrer Sprit sparen

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Benzin ist so teuer wie noch nie. Der Liter Superbenzin kostete Autofahrer am Freitag (29. April) rund 1,62 Euro. Das ...

Berlin. Benzin ist so teuer wie noch nie. Der Liter Superbenzin kostete Autofahrer am Freitag (29. April) rund 1,62 Euro. Das Fahrzeug ganz stehen lassen, ist die günstigste Variante - wer aber Fahren muss, kann mit diesen Tipps zumindest ein paar Euros sparen.

: Eine niedrige Motordrehzahl senkt den Spritdurst. «Ein Wert von unter 2000 Umdrehungen ist ideal», erklärt Norbert Hartmann vom Auto Club Europa (ACE). Bei Tempo 30 heißt das, in den dritten, bei 40 in den vierten und ab 50 in den höchsten Gang wechseln. «Beim Rollen des Autos unbedingt den Gang drin lassen und nicht die Kupplung treten», rät Hartmann. «Geht man nur vom Gas, wechselt das Auto in den Schubbetrieb. Dadurch sinkt der Spritverbrauch auf null.»

: Den Motor an einer Ampel auszuschalten, lohnt sich. Die Angst vieler Fahrer, der Motor nehme dadurch Schaden, sei unbegründet, erklärt Hartmann. Allerdings muss man den Worten des ACE-Experten trauen, denn er sagt selbst: «Es gibt keine Studie, die das belegt.»

Den Kofferraum gründlich zu entrümpeln, ist ebenfalls bares Geld wert. Schon eine Zuladung von 100 Kilogramm bedeute für ein 1,5 Tonnen schweres Auto einen Mehrverbrauch von bis zu 6,7 Prozent. Unnötiger Ballast im Auto ist also ein echter Spritfresser, ebenso wie Dachgepäckträger vom letzten Ausflug. Diese sollten nach dem Gebrauch schleunigst entfernt werden. Faulheit wird hier sofort bestraft. Die Konstruktion erhöht den Luftwiderstand und damit den Verbrauch. Auch für die Fenster gilt: Bei schneller Fahrt Luken dicht. Denn bei geöffneten Fenstern erhöht sich der Luftwiderstand ebenfalls.

: Sparfüchse sollten den Reifendruck regelmäßig überprüfen. «Der Druck darf 0,2 bis 0,3 Bar über den Herstellerangaben liegen», sagt Norbert Hartmann. «Die Angaben der Hersteller sind auf Komfort ausgelegt.» Den Reifendruck zu erhöhen, schade deshalb nicht.

: Der letzten Werktag der Woche ist laut dem ADAC traditionell einer der teuersten Tage an den Zapfsäulen, dazu kommt jetzt der Reiseverkehr zum Ende der Osterferien. Günstiger zum Tanken ist oft der Sonntag.

: Durchschnittlich 1,62 Euro pro Liter Superbenzin, 1,47 Euro für einen Liter Diesel - um beim Tanken wenigstens etwas günstiger wegzukommen, rät Rainer Hillgärtner vom ACE, nach Discount-Tankstellen und Zapfstationen an Einkaufszentren oder Baumärkten Ausschau zu halten: «Dort lassen sich im Vergleich zu Marken-Tankstellen im Moment oft 2 bis 4 Cent pro Liter sparen.» An Autobahntankstellen sei der Sprit dagegen meist am teuersten.

«Reine Suchfahrten nach günstigem Kraftstoff sind aber Unfug», betont Hillgärtner. Die Betriebskosten für den Wagen übersteigen bei der Schnäppchenjagd schnell die Ersparnis. «Für eine Tankfüllung von 50 Litern rentieren sich im Schnitt höchstens 10 Kilometer Umweg», sagt Gerd Lottsiepen vom Verkehrsclub Deutschland (VCD). Sinnvoller sei, bei ohnehin notwendigen Fahrten die Preistafeln der Tankstellen im Blick zu behalten und bei günstiger Gelegenheit zuzuschlagen.

: Wer die Möglichkeit hat, der tankt am besten im benachbarten Ausland. Dort ist der Sprit im Vergleich zu Deutschland oft billiger. Günstige Preise hat der ADAC für die Länder Polen und Österreich ausgelobt. Autofahrer, die sich auf den Weg nach Italien machen, sollten ihren Tank noch in Österreich auffüllen. Geht die Reise weiter nach Kroatien, wird das Auftanken am besten bis Slowenien oder Kroatien hinausgezögert.

: Geld sparen lässt sich auch, indem man teilt. Im Trend liegen sogenannte Mitfahrzentralen und CarSharing-Angebote. CarSharing wird auf der Internetseite des Bundesverbands CarSharing als «die organisierte, gemeinschaftliche Nutzung von Kraftfahrzeugen bezeichnet». Um die Fahrzeuge eines CarSharing-Anbieters nutzen zu können, wird man zum Beispiel Mitglied im jeweiligen CarSharing Verein. Nach diesem Schritt können alle Fahrzeuge des Anbieters eigenständig genutzt werden. Voraussetzung dafür ist lediglich eine vorherige Telefon- oder Onlinebuchung. Die Fahrzeuge stehen an CarSharing-Stationen im Stadtgebiet. Nach der Nutzung steht das Fahrzeug an derselben Station wieder anderen Nutzern zur Verfügung.

können Fahrer ihre Strecke in eine Datenbank eingeben und Mitfahrer nach passenden Angeboten suchen - die Kosten für den Weg werden dann geteilt. So kommen alle meist deutlich günstiger ans Ziel. (dpa)

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