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Telematikanlagen

ACE befürwortet flächendeckende Tempo-Überwachung

Der ACE Auto Club Europa hat sich auf dem Deutschen Verkehrsgerichtstag in Goslar gegen die Einführung eines generellen Tempolimits auf Autobahnen ausge- sprochen und befürwortet stattdessen "wirksamere Formen der Geschwindigkeitsregulierung".

Goslar - Mit der Feststellung "Wir brauchen keine generelle Höchstgeschwindigkeit" hat sich der Vorsitzende des ACE, Wolfgang Rose, auf dem Verkehrsgerichtstag in Goslar eindeutig gegen eine generelle Höchstgeschwindigkeit ausgesprochen. Statt dessen werde ein intelligentes dynamisches Geschwindigkeitsmanagement mit Wechselverkehrszeichen gebraucht. Selbst Tempo 130 als Richtgeschwindigkeit auf Autobahnen könne unter bestimmten Bedingungen schon zu schnell sein.

Der ACE legte anlässlich des Verkehrsgerichtstages eine 18 Seiten umfassende Studie unter dem Titel "Geschwindigkeitsmanagement statt Tempolimit" vor. In der Expertise wird dafür plädiert, interaktive Netz- und Streckenbeeinflussungsanlagen flächendeckend zügig auszubauen. Im Rahmen eines schon seit 2002 laufenden Programms mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 200 Millionen Euro würden bis Ende 2007 mit 1200 Kilometern nur etwa zehn Prozent des gesamten Autobahnnetzes mit den Anlagen ausgerüstet sein. Das Papier verweist in diesem Zusammenhang auf Untersuchungen des Bundesverkehrsministeriums, wonach dynamische Geschwindigkeitsbegrenzungen einen Rückgang der Unfälle um bis zu 30 Prozent bewirken können. "Dennoch sind selbst nach Einschätzung des Bundes längst noch nicht alle aus Sicht der Verkehrssicherheit problematischen Autobahnabschnitte mit solchen Installationen abgedeckt", sagte ACE-Chef Rose.

Von Investitionen in ein variables System für Geschwindigkeitsmanagement und Verkehrssteuerung verspricht sich der ACE-Vorsitzende auch eine Stärkung des Logistikstandortes Deutschland. Wachstumspotenziale würden aktiviert und erhebliche Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem Gebiet von technologischer Dienstleistung und Export geschaffen.

In der von der DEKRA-Unfallforschung im Auftrag des ACE erstellten Studie wird auch für eine bessere elektronisch gestützte Geschwindigkeits- und Abstandsüberwachung plädiert. "Eine flächendeckende Geschwindigkeits- und Abstandsüberwachung mit einem hohen Risiko, bei Verstößen überführt zu werden, stelle eine sinnvolle Ergänzung von Telematikanlagen dar. Weiter heißt es: "Mehr Verständnis für eine Verschärfung der Geschwindigkeitskontrollen und eine Erhöhung der Straf- und Bußgelder werden Autofahrerinnen und Autofahrer vor allem dann aufbringen, wenn sie einen Sinn hinter den Geschwindigkeitsbegrenzungen erkennen können."

Das Papier geht davon aus, dass variables Geschwindigkeitsmanagement auch den Zielen des Umwelt- und Gesundheitsschutzes dienen kann. Das gelte für den Ausstoß des Treibhausgases CO2, die Feinstaubemissionen und die Geräuschimmissionen.

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