Ein Steinmarder, aufgenommen im Wildpark Schwarze Berge bei Hamburg.
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Ein Steinmarder, aufgenommen im Wildpark Schwarze Berge bei Hamburg.

Paarungszeit bei Mardern

Autos durch Bisse gefährdet

Der Marder geht um. Autos von Pendlern sind besonders betroffen. Am liebsten knabbern die Tiere Zündkabel, Kühlwasserschläuche oder Antriebs- und Lenkmanschetten an.

Bonn (dpa) - Achtung Autofahrer: Der Marder geht um. Während der Paarungszeit bei Steinmardern im Sommer bestehe erhöhtes Biss- Risiko für Fahrzeugteile, berichtete der Deutsche Jagdschutz-Verband (DJV) am Donnerstag in Bonn. Der Grund sei vor allem männliche Eifersucht, denn vor und während der Paarungszeit im Juli verteidigten die nachtaktiven Raubtiere sehr aggressiv ihr Revier gegen Rivalen. Vom Anknabbern seien vor allem Zündkabel, Kühlwasserschläuche oder Antriebs- und Lenkmanschetten betroffen.

Die Autos von Pendlern würden besonders oft heimgesucht, da sie durch häufigen Ortswechsel in vielen Marder-Revieren parkten, berichtete der DJV. "Hat es sich ein Nebenbuhler im Pkw gemütlich gemacht, riecht das der Marder sofort. Seine Wut über die feindliche Übernahme lässt er dann an Fahrzeugteilen aus, an denen der Duft des Rivalen haftet." Nicht nur die Marder-Männchen zeigten Zähne: Angebissene Kabel könnten "auch ein Indiz für einen tierischen Zickenkrieg" sein.

Etwa 160.000 mal im Jahr trieben Steinmarder in Autos ihr Unwesen, berichtete der DJV. Die Tiere richteten damit bundesweit einen Schaden von rund 20 Millionen Euro an. Zur Vorbeugung gegen Marder- Attacken eigneten sich Maschendraht unter dem Motorraum, Ultraschall- und stromführende Geräte. Ein Patentrezept gebe es aber nicht.

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