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Feinstaubalarm: In Stuttgart sollen Autofahrer ihren Wagen stehen lassen.
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Feinstaubalarm: In Stuttgart sollen Autofahrer ihren Wagen stehen lassen.

Verbote, Strafen

Was Autofahrer über den Feinstaubalarm wissen müssen

Smog in Stuttgart: Autofahrer sollen auf Empfehlung der Stadt ihre Wagen stehen lassen. Ist dieses Szenario auch im Rhein-Main-Gebiet denkbar? Und was passiert, wenn man sich nicht an solch eine Empfehlung hält?

Von Rebecca Erken

Stuttgarter sollen bis mindestens Donnerstag aufs Autofahren verzichten. Der Grund: Feinstaubalarm. Die Stadt appelliert an die Bevölkerung, Autos innerhalb der Umweltzone Stuttgart nicht zu nutzen. Doch was passiert, wenn man sich als Autofahrer nicht an eine solche Empfehlung hält?

„Keine rechtlichen Anordnungen“

Solange es sich um eine Empfehlung handele, gebe es für Autofahrer bei Nichtbeachten keine Konsequenzen, teilte ein Rechtsexperte des ADAC auf Anfrage mit. „Der Feinstaubalarm hat Informationscharakter“, erklärt auch der ADAC Baden-Württemberg in einer Mitteilung. „Es ergeben sich somit derzeit noch keine rechtlichen Anordnungen für die mobilen Menschen.“ Wer dennoch Auto fährt, muss also keine Bußgelder fürchten. Die Maßnahmen seien „ein erster Schritt des neuen Luftreinhaltekonzeptes des Landes Baden-Württemberg“, so der ADAC. Bis Ende 2017 werde geprüft, ob sich der Feinstaubalarm auf die Schadstoffbelastung in der Stadt Stuttgart auswirke.

Fahrverbote drohen

Wenn es allerdings durch die Empfehlungen der Behörden keine „gravierenden Verbesserungen“ gebe, drohen dem ADAC zufolge ab dem Jahr 2018 in Stuttgart Fahrverbote. So könnte die Einfahrt in die Umweltzone dann nur noch für Dieselfahrzeuge mit der Euro-Abgasnorm 6 und für Benziner ab Euro-Abgasnorm 4 möglich sein. Außerdem seien abwechselnd Verbote für Fahrzeuge mit Autokennzeichen denkbar, die auf gerade beziehungsweise ungerade Ziffern enden. Es könnte auch besondere Fahrspuren geben, die nur für Autos mit mehreren Insassen vorgesehen sind.

Die Stadt Stuttgart hatte den Alarm ausgelöst, nachdem der Deutsche Wetterdienst (DWD) besonders hohe Schadstoffvorhersagen für die Region getroffen hatte. In der Stadt, die in einer Art Kessel liegt, werden regelmäßig die von der EU vorgeschriebenen Grenzwerte (50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft) überschritten. Feinstaub kann dem Umweltbundesamt zufolge unter anderem Schleimhautreizungen und Entzündungen in der Luftröhre und den Bronchien verursachen.

Auch in anderen deutschen Städten kann es zu Feinstaubalarm kommen

Viele Deutsche fragen sich nun, ob es auch in ihrer Stadt zu einem Feinstaubalarm kommen könnte. „Natürlich“, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf Anfrage mitteilte – allerdings nur unter besonderen Umständen: Wenn es zu einer entsprechenden Verschmutzung komme, wenn die Lage dies begünstige und wenn es durch zu wenig Wind kaum einen Luftaustausch gebe.

Köln, Berlin und Hamburg sind weniger gefährdet

Vor allem Städte in Beckenlagen sind demnach besonders gefährdet: Also neben Stuttgart etwa Kassel und das Rhein-Main-Gebiet. Köln und Berlin hätten im Gegensatz zu diesen Regionen eine geringere Wahrscheinlichkeit für einen Feinstaubalarm. Hamburg sei noch weniger gefährdet, so der DWD-Sprecher.

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