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Datenspeicher im Auto zeichnen das Fahrverhalten auf, GPS-Sender die gefahrene Route. Kfz-Versicherer in anderen Ländern nutzen diese Daten schon längst, um ihre Kunden zu überwachen.
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Datenspeicher im Auto zeichnen das Fahrverhalten auf, GPS-Sender die gefahrene Route. Kfz-Versicherer in anderen Ländern nutzen diese Daten schon längst, um ihre Kunden zu überwachen.

Versicherer sammeln Daten

Autofahrer misstrauen Telematik-Tarifen

Laut einer Umfrage sind zwei Drittel der deutschen Auto-Besitzerskeptisch gegenüber Kfz-Versicherungen mit Telematik-Tarifen. Dabei übermittelt eine Box im Auto Daten der Fahrt an die Versicherung, die defensiven Fahrern Rabatte verspricht.

Nur jeder elfte Autobesitzer in Deutschland (9 Prozent) plant, in einen Tarif zu wechseln, der sich an der Fahrweise bemisst. Oder er hat eine solche Police bereits abgeschlossen. Dagegen stehen rund zwei Drittel (69 Prozent) dieser Art der Kfz-Versicherung skeptisch gegenüber. Das hat eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Aris im Auftrag des IT-Verbands Bitkom ergeben.

Die Daten, die eine sogenannte Telematik-Box speichert und per Mobilfunk überträgt, lassen zum Beispiel Rückschlüsse darauf zu, ob ein Fahrzeug häufig stark beschleunigt oder abgebremst wird und ob Tempolimits eingehalten werden. Auch geht daraus hervor, ob ein Wagen überwiegend tagsüber oder nachts im Einsatz ist.

Datenschutz-Bedenken geben nicht den Ausschlag

Nur jeder neunte Skeptiker (11 Prozent) hat allerdings Bedenken wegen des Datenschutzes und befürchtet, dass die gespeicherten Fahrdaten ausgespäht werden könnten. Den meisten Kritikern erscheinen die Telematik-Versicherungen zu kompliziert (41 Prozent). Außerdem wird bemängelt, dass die Ersparnis gegenüber herkömmlichen Kfz-Tarifen zu gering ist (17 Prozent).

Bisher gibt es in Deutschland nur einen Versicherer mit einem entsprechenden Angebot. Die Düsseldorfer Sparkassen Direkt-Versicherung bietet an, ihren Kunden eine Blackbox ins Auto einzubauen, um einen am Fahrverhalten orientierten Tarif anbieten zu können. Funk- und GPS-Daten geben Auskunft über Fahrweise, Geschwindigkeit sowie den Anteil an Nacht- und Stadtfahrten. Aus den Daten wird ein individueller Wert errechnet, der angeben soll, wie sicher der Fahrer unterwegs ist. Je nach dem errechneten Wert gibt es einen Rabatt auf die kommende Jahresrechnung.

Telematik-Systeme in anderen Ländern

In Großbritannien, Österreich, Spanien und Italien sind bereits ähnliche Modelle auf dem Markt, bei denen Versicherer die Daten der Autofahrer über Telematik-Geräte erheben und Rabatte für defensives Fahrverhalten geben oder in Versicherungsverträgen vorgegebene Fahrkilometer und Standzeiten überwachen.

In den USA gibt es bereits Telematik-Systeme, mit denen jugendliche Fahranfänger überwacht werden können. Eltern können sich Bewegungsprofile und Verkehrsverstöße ihrer Kinder über eine App auf dem Handy der Jugendlichen auf den heimischen Computer schicken lassen. Mehr dazu lesen Sie HIER. (dmn, dpa, qui)

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