Dass die Zahl der mit dem Auto zurückgelegten Kilometer sinkt, hängt unter anderem mit der bundesweit gestiegenen Home-Office-Arbeit zusammen. Foto: Boris Roessler/dpa
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Dass die Zahl der mit dem Auto zurückgelegten Kilometer sinkt, hängt unter anderem mit der bundesweit gestiegenen Home-Office-Arbeit zusammen. Foto: Boris Roessler/dpa

Mobilität in Corona-Zeiten

Autofahrer fahren weniger, wollen aber keinen ÖPNV

Seit Beginn der Corona-Krise benutzen viele Menschen lieber das eigene Auto als den öffentlichen Nahverkehr. Doch auch die Fahrten mit dem Auto nehmen deutlich ab. Woran das liegt, zeigt eine Studie der Deutschen Automobil Treuhand.

Stuttgart (dpa) - Im April haben Autofahrer in Deutschland rund 25 Prozent weniger Kilometer zurückgelegt als sonst im Monatsdurchschnitt. Allerdings stiegen sie auch nicht auf den öffentlichen Nahverkehr um, wie eine Untersuchung der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) ergab.

Stattdessen erwägen 12 Prozent aller Befragten, wegen Corona ein weiteres Fahrzeug anzuschaffen, damit möglichst viele Personen im Haushalt "kontaktlos mobil" sind.

Die geringere Fahrleistung hing laut DAT direkt mit der bundesweit stark gestiegenen Kurz- und Home-Office-Arbeit in Zeiten von Corona zusammen. Auch seien die Menschen seltener aus Freizeitgründen ins Auto gestiegen. Allerdings nutzten wegen Corona auch noch weniger Autofahrer den ÖPNV und wollen ihn auch in Zukunft nicht stärker nutzen - dieser Aussage stimmten 77 Prozent der Befragten zu.

Stattdessen erwägt vor allem die Gruppe der 30- bis 39-Jährigen, sich wegen der Ansteckungsgefahr durch Corona ein weiteres Auto zuzulegen. In dieser Altersgruppe lag die Zustimmung für diese Überlegung bei 29 Prozent, altersübergreifend bei 12 Prozent.

DAT-Mitteilung

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