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Autos mit Fehlern: Zahl der zurückgerufenen Pkw stark gestiegen

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Von: Marcus Efler

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Brandgefahr, defekte Türen und nicht funktionierende Assistenzsysteme: So viele Autos wie im vergangenen Jahr mussten noch nie in Werkstätten gerufen werden.

Flensburg – Man kennt das von Computern und der Unterhaltungs-Elektronik: Eigentlich möchte man in aller Ruhe eine Film streamen, aber was tut der Fernseher? Er updatet erst einmal. Das Smartphone offenbart eine Sicherheitslücke, aber das nächste Update wird sie schließen. Kurz gesagt: Das Produkt reift beim Kunden.

Dieser Trend zu Nachbesserung, oder auch Reparatur, hat mittlerweile auch längst auf das Auto übergegriffen. Nicht immer erfolgt die Optimierung dabei OTA, also „Over The Air“ und somit unauffällig und für den Fahrer ohne Aufwand, wie es Tesla perfektioniert hat (im Gegensatz etwa zu Porsche, was dann einigen Spott nach sich zieht).

Warnende Leuchtzeichen: Immer mehr Autos müssen zurück in die Werkstatt.
Warnende Leuchtzeichen: Immer mehr Autos müssen zurück in die Werkstatt. © Jolanta Walczuk/Imago

Autos mit Fehlern: Zahl der zurückgerufenen Pkw stark gestiegen

Oft genug reicht aber ein Software-Update auch gar nicht, sondern eine Werkstatt muss ran. Unschöne Folge: Die Zahl der zurückgerufenen Kraftfahrzeuge ist 2021 deutlich gestiegen. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mitteilt, mussten rund 3,4 Millionen Autos und Zweiräder aus Sicherheitsgründen zur Nachbesserung in die Werkstatt. Das waren zwölf Prozent mehr als im Vorjahr und ein neuer Rekord. Die Zahl der Rückrufaktionen lag mit 575 indes noch im langjährigen Durchschnitt. 

Häufigste Gründe für einen Rückruf waren Probleme mit den Insassen-Schutzeinrichtungen, etwa dem Anschnallgurt: Rund 110 Aktionen fielen 2021 in diesen Bereich. Die meisten betroffenen Fahrzeuge gab es mit rund 750.000 bei Rückrufen aufgrund von Fehlern an den Assistenzsystemen, also Mängeln an der Software.

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Autos mit Fehlern: Auch 2022 wird wohl nicht viel besser

Große Rückrufaktionen gab es im vergangenen Jahr unter anderem bei der 3er-Reihe von BMW 3er mit deutschlandweit rund 430.000 Autos, die wegen Brandgefahr nachgebessert werden mussten (und in den USA gab es dieses Jahr schon wieder eine vergleichbare Aktion). Vom VW-Bus T6 mussten rund 67.000 Modelle wegen Problemen mit der Türverriegelung in die Werkstatt. Neben den vom KBA eingeleiteten Pflicht-Rückrufen gibt es weitere Nachbesserungen, die die Hersteller als Serviceaktionen bezeichnen oder kurzerhand bei der regelmäßigen Inspektion miterledigen – ohne dass es die Kunden so richtig mitbekommen. Ganz so, als sei es ein OTA-Update. (Mit Material von SP-X)

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