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CrossGolf

Auftritt zum Schaulauf

Ähnlich wie BMW die "M-GmbH" für Veredelungen aller Art gegründet hatte, hob VW eine "Individual GmbH" aus der Taufe, die sich mit Sonderwünschen befasst. So entstand auf der bewährten Golf-Plus-Basis nun der CrossGolf. Fotostrecke: VW CrossGolf

Von FRANK NÜSSEL

Ähnlich wie BMW die "M-GmbH" für Veredelungen aller Art gegründet hatte, hob VW eine "Individual GmbH" aus der Taufe, die sich mit Sonderwünschen aus dem Konzern und aus der Kundschaft gleichermaßen befasst. So entstand auf der bereits in Form und Technik bewährten Golf Plus-Basis nun auch der CrossGolf. Eine Namensgebung, die Erwartungen beim Kunden aktiviert, die deutlich in Richtung SUV und Leichtgeländegänger gehen. Wie anders denn wäre der Begriff "Cross" sonst zu deuten?

Für einen Mehrpreis von etwa 2000 Euro weist der Cross Golf ein um zwei Zentimeter höheres Fahrwerk auf, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, vorne und hinten Unterfahrschutzplatten, eine in die Karosseriestruktur integrierte stabile Dachreling mit 75 Kilo Belastbarkeit sowie neuen und frischeren Innenfarben. Reicht das, um den Aufpreis zu rechtfertigen?

Viel Alibi

Der Reihe nach: die Höherlegung schrumpft wieder fast auf Normalmaß durch Reifen im Niederquerschnittformat. Die silbern glänzenden "Schutzschilde" vorne und hinten entpuppen sich als schwächliche Plastikplatten, die kaum einen Aufsetzer im Feldweg überstehen dürften. So bleibt manches im Alibibereich stecken. "Der Cross Golf ist stark Design-orientiert" gibt Produktmanager Christian Kinzel zu. Name und Optik weisen zwar recht nachdrücklich auf SUV hin, Cross-Ansprüchen kann der CrossGolf aber nicht genügen. Vielleicht wollten die Niedersachsen damit auch eine Voraus-Kollision mit dem noch in diesem Jahr erscheinenden SUV Golf-Tiguan vermeiden.

Auf der Straße fährt sich der Cross Golf angenehm und sicher wie jeder Golf und Golf Plus, lediglich die breiten und flachen Pneus zerren beim Anfahren und Beschleunigen spürbar an der Lenkung. Das Raumgefühl ist bestens, der Fahrkomfort nicht minder, obgleich die Federraten und Dämpferkennwerte straffer ausgelegt wurden.

Motoren aus dem Regal

Vier Motoren aus dem Serienregal sind auch für den Cross Golf zu haben: zwei Diesel mit 105 und 140 PS sowie zwei Benziner mit 102 und 140 PS. Da die Benziner reichlich hoch drehen müssen, um ihre ganze Kraft zu entfalten, stehen auch erhöhte Verbrauchswerte um mindestens zwei Liter gegenüber den Dieseln an. Uns sagten beide Diesel im engen Alltagsverkehr und auf flinken Überlandstraßen besonders zu, da sie bereits bei Drehzahlen unter 2000 "Touren" ordentlichen Schub erzeugen. Beide TDI's aber sind recht raue Gesellen, deren Arbeit stets gut vernehmbar bleibt. Da sind die Benziner hörbar leiser. Nur: bei diesem Styling-Outfit reichen im Prinzip ein Benziner und ein Diesel. Volkswagen wollte wohl eine Nische besetzen, die noch von keinem anderen besetzt ist. In der Tat: der Cross Golf hat noch keine Konkurrenten und es bleibt fraglich, ob er welche bekommt. Und wenn jetzt davon gesprochen würde, dass VW hier einen Blender in den Markt gestellt hat, bleibt dies wohl ziemlich unwidersprochen.

Für den starken Benziner mit 140 PS wird auch ein sechsgängiges Direktschaltgetriebe DSG angeboten, ansonsten gibt es die jeweils stärkeren Modelle mit manuellem Sechsganggetriebe, die schwächeren mit Fünfganggetriebe. Ob der Mehr-Preis auch zu einem Mehr-Zweck oder gar einem Mehr-Fahrspaß gerät, müssen die Kunden selbst heraus finden, schließlich beginnt der Cross Golf erst bei 22 851 und endet mit Serienausstattung bei 29 519 Euro. Für einen fast normalen Fronttriebler mit einer Tüte voller Schnickschnack ganz schön viel Geld.

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