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Auffällig besonders im Design

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Vorgestellt: Copen, Terios, Trevis: Als nächstes fährt Daihatsu, Spezialist für kleine Autos, mit dem neuen Materia vor. Die Größengattung ist für Japan typisch, und Daihatsu - gut im Trend - wird in diesem Jahr in Deutschland schon über 11.500 dieser kleinen Einheiten verkaufen. Fotostrecke: Daihatsu Materia 1.5

Von Günther Koch (Turin)

Copen, Terios, Trevis: Als nächstes fährt Daihatsu, Spezialist für kleine Autos, mit dem neuen Materia vor. Die Größengattung ist für Japan typisch, und Daihatsu - gut im Trend - wird in diesem Jahr in Deutschland schon über 11.500 dieser kleinen Einheiten verkaufen. Der ab knapp unter 14.500 Euro teure Kleinvan Materia der Toyota-Tochter Daihatsu - Firmenslogan "Wir machen es kompakt" - startet hierzulande aber erst ab März bei den rund 400 Händlern so richtig durch. Zwei baugleiche Schwestermodelle sind derweil längst schon auf japanischen Straßen unterwegs."Über das Design", sagt Marketing-Mann Rainer Koch, "kann man vieles sagen, aber nicht, dass es mainstreamig ist." Wie wahr. Auffallend auffallend gegen den Strom fährt der nur 3,8 Meter lange Materia vor. Er sieht fast kastenförmig aus. Die Überhänge sind kurz, der Radstand ist relativ lang.

Irgendwie hat die Fahrzeug-Architektur was amerikanisches, polarisiert einerseits, wirkt andererseits aber auch nicht unsympathisch; die Front scheint jedenfalls zu lächeln. Die Kopffreiheit in dem rund 1,6 Meter hohen Fünfsitzer ist üppig. Es geht innen variabel zu. Die Rücksitzbank ist längs verschiebbar, die Lehnen lassen sich getrennt umklappen, was das Ladevolumen von unter 300 auf fast 620 Liter erhöht. In der stärkeren der zwei Varianten leuchten die Japaner das Cockpit teils sogar noch blau aus.

Der Materia ist für seine Klasse ordentlich verarbeitet. Das liegt an der Mutter Toyota, wo bekanntlich besonders Wert auf Qualität gelegt wird. Die Instrumentierung ist mittig angeordnet. Der Innenraum bleibt dagegen eher schnörkellos."Nicht billig, sondern preiswert", nennt der Marketing-Mann die Philosophie, die dahinter steckt. Und die sich im Fall des auf der Sirion-Plattform aufbauenden Materias ebenfalls mit einem, so Koch, "nicht angestrengt-sportlichen, aber alltagstauglichen Fahrspaß" verbinden soll. Wobei sich die Japaner für zwei Benzinaggregate mit vier Zylindern aus dem eigenen Motorenregal entschieden haben: einen mit 1,3 und einen mit 1,5 Liter Hubraum, beide serienmäßig mit manuellem Fünfgang-Getriebe bestückt. Der Vierstufen-Automat für den 1,5-Liter kostet 970 Euro extra.

Vom stärkeren 103-PS-Materia, der bei der Fahrvorstellung zur Verfügung stand, verspricht sich Daihatsu bei uns den Volumenanteil; er kostet 15 490 Euro und soll ab Mai sogar mit Allrad zu haben sein. Im unteren Drehzahlbereich müht er sich etwas, den doch über eine Tonne schweren und bis 170 Kilometer pro Stunde schnellen Kleinvan auf Touren zu bringen. Den Verbrauch geben die Japaner dabei mit "um die sieben Liter" an. Das Fahrgefühl haben wir alles in allem als straff und nicht unharmonisch empfunden, wenn auch bedingt durch den höheren Aufbau Bewegungen der Karosserie nicht ganz ausbleiben, zumal wenn es mal etwas zügiger durch die Kurven geht.

Schleuderschutz nur für 1,5-Liter

Sonst zeigt der recht gut ausgestattete Materia im Umfeld etwa von Fiat Idea, Nissan Note, Opel Meriva oder Renault Modus einen doch ziemlich gutmütigen Charakter, lässt sich auch leicht bedienen. Schade, dass das Stabilitätsprogramm als elektronischer Schleuderschutz samt Traktionskontrolle nur für den 1,5-Liter-Materia mit Frontantrieb geordert werden kann und da auch noch 500 Euro Aufpreis kostet

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