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Kia cee'd

Angriff auf die Alphatiere

Der neue kompakte Kia cee'd soll gegen Golf & Co antreten. Der koreanische Automobilhersteller bringt mit dem völlig neu und in Europa entwickelten "cee'd" eine veritable Kampfansage an das automobile Establishment des so genannten C-Segments. Fotostrecke: Kia cee'd

Von FRANK NÜSSEL

Der koreanische Automobilhersteller Kia bringt mit dem völlig neu und in Europa entwickelten "cee'd" eine veritable Kampfansage an das automobile Establishment des so genannten C-Segments. Da tummeln sich Verkaufsrenner wie Ford Focus, Fiat Stilo, Volkswagen Golf, Mazda3 und Opel Astra. Ein Haifischbecken der besonderen Art, beherrscht von den Alphatieren aus Europa. Es spricht für das hohe Selbstbewusstsein der Koreaner, hier ein Fahrzeug in den Markt zu stellen, das schon beim ersten Blick als "ein Wurf" bezeichnet werden darf. Mehr noch: es hält auch dem zweiten Blick stand und verstärkt den Eindruck, dass da ein gutes Team ganze Arbeit geleistet hat.

Europäisch abgestimmt

Gut, irgendwie lassen die bereits etablierten "Kollegen" besonders bei der Form der kompakten Limousine immer etwas grüßen. Die Umsetzung des eigenen Credos, Form und Funktion im C-Segment auf einen neuen Nenner zu bringen, ist den Koreanern - neidvoll anerkannt - dabei gut gelungen. Schon das Breitspur-Fahrwerk, in dem die Räder und Reifen bis an die äußeren Grenzen der Radhäuser grenzen, macht Lust auf erste Fahrten. In der Tat zeigt sich das gesamte Fahrwerk europäisch abgestimmt. Straff, ohne poltrig zu sein mit einem Schuss Komfort, der nie softig wirkt. Die Bremsen sind den derzeitigen fünf Motorenleistungen angepasst, greifen nicht zu giftig, dafür mit erhofftem Biss zu. Die Lenkung gibt sich nicht zu leicht und locker, verlangt gewissen Nachdruck beim Ein- und Auslenken, erweist sich allerdings um die Null-Lage (also die so genannte Mittel-Stellung) als etwas indifferent und mit nur mäßiger Rückmeldung ausgestattet. Das war's dann auch schon mit der Meckerei. Gute Rundumsicht, behagliches Innenambiente und wohl sortierte Bedienorgane runden das positive Bild ab. Die im Innenraum verwendeten Materialien sind geschickt und präzise gegeneinander abgesetzt, wirken allemal hochwertig und sind absolut sauber verarbeitet.

Wie lässt er sich fahren? Wir nahmen uns den 115-PS-Dieseltriebling vor, der noch einen schwächeren 90-PS-Bruder hat. Alles, was heute in der Diesel-Hochtechnologie gut und teuer ist, besitzt er: CommonRail-Einspritzung, variable Turbinengeometrie, Rußpartikelfilter. Gut, man hört ihn , aber er ist nicht brummig, mag aber auch keine Drehzahlen jenseits der 4000 Touren. Dafür hat er Kraft und schiebt die 1,4-Tonnen-Fuhre mit 255 Newtonmetern Drehmoment druckvoll nach vorne. Und in Verbindung mit dem Fahrwerk lässt sich der cee'd sogar sportlich um die Ecken treiben. Am Ende des Testtages hatten wir einen Verbrauch zwischen knapp über vier und knapp über sechs Liter Leichtöls zu vermelden. Richtig gute Werte wie bei der Hightech-Konkurrenz.

Dazu bietet KIA noch drei Benzinmotoren, mit 1,4-, 1,6- und 2,0-Liter Hubraum sowie entsprechend 109, 122 und 143 PS an. Sie alle machen einen guten Job. Allerdings muss bei vergleichbarer Leistung gegenüber den Dieselmotoren durch die Bank mit einem etwa zwei Liter höheren Verbrauch an Superkraftstoff kalkuliert werden - der Käufer wird's entscheiden.

Mit einem manuellen 5-Gang-Getriebe und einer Automatik sowie vier Ausstattungsvarianten liegt KIA voll im Trend, zumal die wichtigsten Sicherheitskomponenten bereits in der Basic-Version zu finden sind. Ebenso appetitlich wie das Auto da steht, lesen sich auch die Preise: zwischen 14 300 und 21 425 Euro sind für den neuen Musterknaben in der Szene hin zu blättern: ein preiswertes Vergnügen.

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