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5-Sitzer ist die dritte Citroën Picasso Variante

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Nein, das war den Citroën-Ingenieuren zu einfach: Beim siebensitzigen C4 Picasso lediglich die letzte Reihe weglassen und ihn damit zum Fünfsitzer machen?

Von GUNDEL JACOBI

Nein, das war den Citroën-Ingenieuren zu einfach: Beim siebensitzigen C4 Picasso lediglich die letzte Reihe weglassen und ihn damit zum Fünfsitzer machen? Kommt nicht in Frage! Sie haben eine ganz neue Karosserie entworfen, die eigentlich einen eigenen Namen verdient hätte. Der war übrigens auch im Gespräch und lautete nach einem australischen Wildhund Dingo.

Letztlich blieb es bei C4 Picasso, wohl, weil man mit Einspruch von Renault ("Twingo") rechnete - ab sofort heißt der Siebensitzer Grand C4 Picasso. Der fünfsitzige Visiovan (die Franzosen haben diesen Begriff wegen seiner großen Fensterflächen ersonnen) ist 4,47 Meter lang und damit zwölf Zentimeter kürzer als der große Bruder. Den weiter im Angebot befindlichen Ur-Picasso auf Xsara-Plattform, der nach Citroën-Aussage noch bis 2009 gebaut werden soll, schlägt er um zwanzig Zentimeter. Das führt unter anderem zu einem Gepäckraum von 500 Litern; klappt man die hinteren Sitze um, kann dachhoch mehr als 1,7 Kubikmeter gestaut werden.

Die Citroën-Designabteilung gilt derzeit als eine der mutigsten. Sie hat gewagt, sich gegen den Zug der Zeit zu keilförmigen, nach hinten ansteigenden Linien zu stemmen: Im fünfsitzigen C4 Picasso sind die hinteren Fenster tiefer angesetzt worden. Das sieht nicht nur originell aus, sondern bringt echten Nutzen: Kleinere Kinder können besser hinaussehen und quengeln weniger. Ansonsten ist die Form des dritten Picasso-Modells wie aus einem Guss: Selbst der Heckspoiler entwickelt sich harmonisch aus der Dachlinie heraus.

Das Motorenquartett ist übersichtlich. Zwei Benzinmotoren mit 1,8 und 2,0 Litern Hubraum und 125 beziehungsweise 140 PS stehen zur Wahl, ebenso zwei Dieseltriebwerke. Das 1,6-Liter-Aggregat leistet 109 PS, der Zweiliter 136 PS. Das sind allesamt brauchbare Leistungsangebote, mit denen der fünfsitzige Citroën Picasso weder bei voller Beladung noch am Berg schwächelt, wie wir auf ersten Testfahrten feststellen konnten.

Die jeweils stärkeren Motoren aus den Häusern Otto und Diesel werden ohne Kupplungspedal angeboten. Zur Wahl steht als Citroën-Spezialität ein automatisiertes Sechsgang-Schaltgetriebe, das zu besonders wirtschaftlichen Verbrauchswerten führt, oder eine Vollautomatik.

Innere Sicherheit

Bemerkenswert ist die innere Sicherheit mit sieben Airbags, darunter einer zum Schutze der Knie des Fahrers. Serienmäßig in allen Ausführungen sind so zeitgemäße Einrichtungen wie die elektrische Parkbremse und eine Berganfahrhilfe, die den Wagen vorm Zurückrollen bewahrt. Das geschlossene Panorama-Glasdach ist für 930 Euro zu haben. Citroën-typische Technik wie der Spurassistent und der Parklücken-Detektor werden nur für die Exclusive-Ausstattung im Paket mit der Einparkhilfe zum Aufpreis von 880 Euro angeboten. Luftfederung für die Hinterachse ist hingegen in der besten Ausstattung serienmäßig, deren Preise bei 27 400 Euro beginnen. Es geht natürlich auch günstiger: Der Einstiegs-Advance mit 1,8-Liter-Benziner kostet 20 700 Euro, der einfachste 1,6-Liter-Diesel steht mit 22 350 Euro in der Liste. Der fünfsitzige C4 Picasso ist seit März bei den Citroën-Händlern.

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