Österreich

Zustimmung für Rendi-Wagner

Die Parteichefin der österreichischen Sozialdemokraten bleibt im Amt.

Die unter Spitzenfunktionären umstrittene Pamela Rendi-Wagner bleibt Parteichefin der Sozialdemokraten in Österreich. Die 48-Jährige erklärte, sie fühle sich nach einer Mitgliederbefragung gestärkt, ihr Amt weiter auszuüben. Dies teilte sie der österreichischen Nachrichtenagentur APA am Mittwoch mit.

Auf Initiative von Rendi-Wagner waren die 160 000 SPÖ-Mitglieder gefragt worden, ob sie ihr als Parteichefin das Vertrauen aussprächen. Nach Angaben der Partei beteiligten sich 41,3 Prozent der Mitglieder. Dabei erhielt Rendi-Wagner 71,4 Prozent Zustimmung. Die Umfrage war über rund einen Monat bis zum 2. April gelaufen. Das Ergebnis wurde wegen der Pandemie allerdings erst jetzt ausgewertet.

Rendi-Wagner hatte im November 2018 das Ruder der Partei übernommen. Sie war zuvor Gesundheitsministerin unter Kanzler Christian Kern gewesen. Als der ehemalige Bahn-Manager das Amt in eher ungeordnetem Rahmen abgab, stand die politische Quereinsteigerin bereit.

Bei ihrer Wahl war die Ärztin von den Delegierten gefeiert worden. Besonders ihr Anspruch, die erste Kanzlerin der Alpenrepublik werden zu wollen, stieß auf große Zustimmung. Doch angesichts von Wahlniederlagen auf Bundes- und Landesebene entstand parteiintern Kritik. Der SPÖ-Vorsitzenden wurde vorgeworfen, sie finde mit ihrer eher akademischen Art keinen richtigen Draht zu den Wählern. Sie galt bald als zu wenig authentisch und zu sehr gecoacht. (dpa)

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