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„Lust auf morgen“ sehen Klimaschützer eher bei Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken. 

SPD-Vorsitz

Esken und Walter-Borjans erhalten Zuspruch von Klimaschützern

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    Andreas Niesmann
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Umweltverbände sprechen sich für das SPD-Duo Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans aus.

Die Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer hat die SPD-Mitglieder aufgefordert, bei ihrer Abstimmung über den Parteivorsitz die Positionen der Bewerberteams in Klima- und Umweltfragen zu berücksichtigen. „Wir appellieren an die Mitglieder der SPD, ihre Wahlentscheidung nach Klimagesichtspunkten zu treffen“, sagte Neubauer am Donnerstag dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Es liegt auch in der Hand der SPD-Mitglieder, dazu beizutragen, dass Deutschland endlich aus der klimapolitischen Stagnation hinauskommt“, so Neubauer.

Die Haltung der einzelnen Bewerberpaare in der Klimapolitik sei unmissverständlich. „Saskia Esken und Nobert Walter-Borjans haben klargemacht, dass sie für eine deutlich ehrgeizigere Klimapolitik als bisher einstehen wollen – auch wenn ihre Vorschläge nicht ausreichen, um das Paris-Ziel einzuhalten“, sagte die Umweltschützerin, die zu den Mitorganisatoren der Fridays-for-Future-Bewegung zählt. „Es ist offensichtlich, dass hier eine Wahl zwischen der Verwaltung des Status quo und einem mutigen Neustart mit Lust auf morgen stattfindet. Die Kandidaten machen einem die Entscheidung eigentlich leicht.“ Neubauer kündigte eine Demonstration von Fridays für Future vor dem SPD-Parteitag Anfang Dezember auf dem Berliner Messegelände an. „Wir werden die SPD an ihre Verantwortung für das Klima und unsere Zukunft erinnern.“

Geschwerkschaften sprechen sich für Geywitz/Scholz aus

Auch die Umweltverbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Campact, Deutsche Umwelthilfe (DUH) und Naturfreunde sprechen sich für Esken und Walter-Borjans aus, die zusammen mit Klara Geywitz und Olaf Scholz in der Stichwahl um den SPD-Vorsitz sind. In einer gemeinsamen Analyse schreiben die Nichtregierungsorganisationen: „Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans haben erkannt, dass das Klimapaket der Bundesregierung nicht ausreicht, um das nationale 2030-Ziel und das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. Sie verbinden zudem ihren Ansatz mit dem Anliegen, systematisch soziale Gerechtigkeit und Ökologie in Einklang zu bringen.“ Die Vorschläge von Olaf Scholz und Klara Geywitz hingegen würden nicht über das Klimapaket der Koalition hinausgehen.

Aus dem Gewerkschaftslager hingegen kam Unterstützung für das Duo Geywitz/Scholz. „Für die politische Interessenvertretung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern stehen Klara Geywitz und Olaf Scholz“, heißt es in einem Wahlaufruf, zu dessen Erstunterzeichnern Volkswagen-Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh, Telekom-Gesamtbetriebsratschef Jupp Bednarski und Airbus-Konzernbetriebsratschef Jan-Markus Hinz zählen. „Wir sind uns sicher, dass Klara Geywitz und Olaf Scholz die älteste Volkspartei Deutschlands führen und die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer glaubhaft in Berlin durchsetzen können“, schreiben die Arbeitnehmervertreter in dem Aufruf, der dem RND vorliegt.

„Wir erinnern uns noch gut daran, dass es Olaf Scholz war, der als Arbeitsminister mit dem Kurzarbeitergeld die Grundlage dafür gelegt hat, dass viele Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen während der Weltwirtschaftskrise 2008/2009 im Betrieb bleiben konnten und nicht entlassen wurden“, heißt es in dem Schreiben der Betriebsräte weiter. Klara Geywitz habe sich seit vielen Jahren für die Angleichung von Löhnen und Renten in Ost und West einsetzt. „Wir schätzen es, dass Klara Geywitz sowohl die Gleichstellung als auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ihrem Thema gemacht hat“, so die Gewerkschafter.

„Wir sehen eine Sozialdemokratin und einen Sozialdemokraten, die zu ihren Überzeugungen stehen, auch wenn ihnen einmal Ablehnung durch einen Zeitgeist entgegenschlägt“, bilanzieren die Betriebsräte. Sie schließen mit den Worten: „Wir unterstützen Klara Geywitz und Olaf Scholz.“

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