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Zum Tod von Volker Maria Hügel: Ein Kämpfer für Geflüchtete

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Von: Pitt von Bebenburg

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Volker Maria Hügel
Vorkämpfer für Geflüchtete: Volker Maria Hügel © Pro Asyl

Volker Maria Hügel aus Münster hat sich ein Leben lang für Geflüchtete eingesetzt. In NRW baute er Hilfsstrukturen und den Flüchtlingsrat auf. Jetzt ist er gestorben.

Er war ein Vorkämpfer der sozialen Arbeit mit geflüchteten Menschen. Am Donnerstag ist Volker Maria Hügel im Alter von 69 Jahren an den Folgen einer chronischen Lungenkrankheit gestorben, wie Flüchtlingsorganisationen mitteilten. „Er hat Generationen von Unterstützer:innen im Asylrecht ausgebildet, die Asylszene in Deutschland über 40 Jahre maßgeblich geprägt und immer auf Seiten der Schutzbedürftigen gestanden“, schrieb der Hessische Flüchtlingsrat.

Aufbauarbeit in NRW

Der Sozialpädagoge mit dem markanten weißen Haar und dem weißen Bart hat maßgeblich daran mitgewirkt, Strukturen der Unterstützung für geflüchtete Menschen in Nordrhein-Westfalen aufzubauen. In Münster leitete Hügel das erste Flüchtlingsheim und gründete 1979 den Verein Gemeinnützige Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender (GGUA Flüchtlingshilfe e.V.), der prägend für Unterstützungsstrukturen in der ganzen Republik wurde. In den 80er-Jahren baute Hügel ein Netzwerk für die Flüchtlingsarbeit auf, aus dem 1986 der Flüchtlingsrat NRW entstand.

Ehrenamtlich aktiv

Ehrenamtlich war Volker Maria Hügel im Vorstand von Pro Asyl tätig. Zudem gehörte er 25 Jahre lang der Härtefallkommission in NRW an. Im vorigen Jahr erhielt Hügel das Bundesverdienstkreuz. Wenn er auf seine Verdienste angesprochen wurde, antwortete Hügel auf seine joviale Art: „Das nächste Mal lässt du den ganzen Quatsch weg“.

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