Fuerwehrmänner erreichen ein brenndendes Haus in Bagdads Altstadt, das nach einer Explosion Feuer gefangen hat. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben, mindestens vier wurden verletzt. Ein irakischer Polizeioffizier sagte, das ein ein Sprengkörper, möglicherweise ein Päckchen TNT neben einer Druckerei explodiert sei. Unter den Toten war auch ein Teeverkäufer, der in der Nähe einen Verkaufsstand betrieben hatte.
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Fuerwehrmänner erreichen ein brenndendes Haus in Bagdads Altstadt, das nach einer Explosion Feuer gefangen hat. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben, mindestens vier wurden verletzt. Ein irakischer Polizeioffizier sagte, das ein ein Sprengkörper, möglicherweise ein Päckchen TNT neben einer Druckerei explodiert sei. Unter den Toten war auch ein Teeverkäufer, der in der Nähe einen Verkaufsstand betrieben hatte.

UN ziehen Ausländer ab

Exodus aus Irak "zeitweilig"

New York/Bagdad · 30. Oktober · dpa · Wegen der anhaltenden Terroranschläge in Bagdad ziehen die UN "zeitweilig" alle ausländischen Mitarbeiter aus der irakischen Hauptstadt ab. Sie wurden aufgefordert, sich zu Gesprächen nach Jordanien zu begeben, sagte eine UN-Sprecherin am Donnerstag. Sie bestand darauf, dass dies "keine Evakuierung, sondern eine vorübergehende Maßnahme" sei. Die im Norden Iraks stationierten ausländischen UN-Helfer würden dort bleiben, sagte sie. Nach UN-Angaben hielten sich am Mittwoch noch etwa 20 ausländische UN-Mitarbeiter in Bagdad und etwa 40 weitere in anderen Teilen Iraks auf.

In der Altstadt von Bagdad löste eine Explosion am Donnerstagabend einen Großbrand aus. In dem Gebiet fielen Schüsse, US-Hubschrauber überflogen den Stadtteil. US-Soldaten hatten zuvor bei einer Razzia in Saddam Husseins Heimatstadt Tikrit zehn Verdächtige festgenommen. Diese hätten versucht, "ein neues terroristisches Netz" zu errichten, teilte das US-Militär mit. Nach Informationen des US-Senders CNN ist der frühere irakische Vizepräsident und Saddam-Vertraute General Isset Ibrahim al Duri für einige der Anschläge in Irak verantwortlich. Dies gehe aus Befragungen von Gefangenen hervor, berichtete CNN unter Berufung auf das US-Verteidigungsministerium.

Anhänger Saddams haben auf Flugblättern für Samstag zu einem Generalstreik aufgerufen. Die Flugblätter tauchten in Bagdad auf und stammen nach einem Bericht des libanesischen Fernsehsenders LBC von der verbotenen einstigen Regierungspartei.

Die USA haben in Irak einige Einheiten von bisherigen Aufgaben abgezogen, um den Kampf gegen die Aufstandsbewegung zu verstärken, teilte ein Pentagon-Sprecher mit. Auch wird in Washington diskutiert, ob ein Teil der 1400 Soldaten und Geheimdienstmitarbeiter, die bisher erfolglos nach Massenvernichtungswaffen in Irak suchen, sich der Fahndung nach Aufständischen anschließen sollten. Der US-Senat hat den Geheimdienst CIA in scharfen Worten aufgefordert, alle Unterlagen über das irakische Massenvernichtungsprogramm zu übergeben, berichtete die Washington Post.

Dossier: Irak nach dem Krieg

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