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Paul Manafort war Wahlkampfleiter im Präsidentschaftswahlkampf von Donald Trump.

Manafort vor Gericht

Zeuge belastet Trumps Ex-Wahlkampfchef

Paul Manafort soll Lobbyistenarbeit für prorussische Kräfte in der Ukraine geleistet und die Einnahmen daraus vor den US-Behörden verborgen haben.

Im Prozess gegen den früheren Wahlkampfleiter von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, hat dessen ehemaliger Geschäftspartner Rick Gates den Angeklagten am Montag belastet. Auf die Frage des Staatsanwalts, ob er gemeinsam mit Manafort Straftaten begangen habe, antwortete Gates vor dem Gericht in Alexandria im US-Bundesstaat Virginia mit "Ja".

Er habe gemeinsam mit Manafort Millionen an Dollar auf ausländischen Konten versteckt, um den US-Steuerbehörden zu entgehen, sagte Gates. Er habe Manafort dabei geholfen, falsche Steuererklärungen einzureichen und die Existenz von 15 ausländischen Bankkonten geheimzuhalten. Die Geheimhaltung sei auf eine Anweisung Manaforts erfolgt. Er selbst habe zudem tausende Dollar von Manafort in den Jahren ihrer Zusammenarbeit gestohlen, sagte Gates.

Gates hatte sich im Februar im Gegenzug für eine mildere Gefängnisstrafe in zwei Anklagepunkten schuldig bekannt und sich zur Kooperation mit den Ermittlern bereit erklärt.

Lobbyistenarbeit für prorussische Kräfte

Der Prozess gegen Manafort hatte in der vergangenen Woche begonnen. Vor dem Bundesgericht in Alexandria muss er sich wegen mutmaßlichen Banken- und Steuerbetrugs verantworten. In dem Verfahren geht es um seine Einnahmen aus Lobbyistenarbeit für prorussische Kräfte in der Ukraine, darunter den 2014 gestürzten Staatschef Viktor Janukowitsch.

Manafort wird vorgeworfen, Millioneneinnahmen aus seiner Tätigkeit für ukrainische Politiker und Parteien auf ausländischen Konten vor den US-Behörden verborgen zu haben. Der Prozess ist der bislang erste, der durch die Untersuchungen des US-Sonderermittlers Robert Mueller zustande gekommen ist. (afp) 

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