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Russland mit Fake News: Angeblich vier nicht-vorhandene Panzer zerstört

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Von: Nadja Austel

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Die USA möchten Schützenpanzer vom Typ Bradley in das Kriegsgebiet der Ukraine schicken
Die USA erklärten erst kürzlich, sie würden Panzer vom Typ Bradley in das Kriegsgebiet der Ukraine schicken – Russland scheint der Zeit voraus zu sein. (Archivbild) © Jörg Hüttenhölscher/Imago

Insgesamt 50 Bradley-Panzer werden die USA in den nächsten Wochen an die Ukraine liefern. Doch das russische Verteidigungsministerium ist der Zeit voraus.

Moskau – Die USA hatten unlängst angekündigt, im Zuge der Waffenlieferungen an die Ukraine auch 50 Kampfpanzer vom Typ Bradley bereitstellen zu wollen. Die Panzer sollen in den kommenden Wochen in der Ukraine ankommen, bestätigte Pentagon-Sprecher Pat Ryder am Dienstag (10. Januar). Die Ausbildung ukrainischer Soldaten an den Schützenpanzern werde auf dem Truppenübungsplatz im bayerischen Grafenwöhr stattfinden.

Das russische Verteidigungsministerium überraschte daher nun die Öffentlichkeit mit der Aussage, dass vier dieser Panzer bei Angriffen von Russland im Ukraine-Krieg zerstört worden seien. „Das ist fantastisch, aber die Bradleys wurden noch nicht mal verschickt“, kommentierte die ukrainische Politikerin Inna Sovsun die russischen Fake-News auf Twitter.

Russland mit Fake News zum Ukraine-Krieg: Vier nicht-vorhandene Bradleys zerstört

Bereits zuvor habe Russland ähnliche Falschangaben über HIMARS-Systeme getroffen: Man habe doppelt so viele der US-Raketen­systeme zerstört, wie die Ukraine besitzen würde. „Erfolge für die Russen zu erfinden, das ist alles, was sie können“, schloss Sovsun ihren Tweet ab. Das Nachrichtenportal Nexta kommentierte das russische Statement: „Das russische Mordministerium hat wieder versagt.“ Der Übersetzung zufolge sage der russische Verteidigungs­ministeriums­sprecher im Video: „Als Ergebnis der Kampf­handlungen in dieser Richtung verlor der Feind: elf Panzer, 17 Infanteriekampf­fahrzeuge, darunter vier amerikanische Bradley-Schützen­panzer.“

Die – erst noch zu liefernden – Bradley-Kettenfahrzeuge verfügen laut US-Militär über eine Kanone, ein Maschinengewehr sowie panzerbrechende Raketen. Mit ihnen wollen die USA daher auch 500 Anti-Panzer-Raketen und 250.000 Schuss 25-Millimeter-Munition liefern. Damit könne die Ukraine mehr gegen russische Kampfpanzer und andere gepanzerte Fahrzeuge ausrichten, sagte Pentagon-Sprecher Ryder.

Russische Fake News – „Das russische Mordministerium hat wieder versagt“

Auch Deutschland und Frankreich haben Panzer­lieferungen an die ukrainischen Streitkräfte angekündigt. Das französische Verteidigungs­ministerium teilte am Freitag (13. Januar) mit, dass sie den versprochenen Spähpanzer des Typs AMX-10 RC innerhalb von zwei Monaten liefern will. Von der Bundes­regierung gehen 40 Marder in die Ukraine. Sie sollen noch innerhalb der ersten drei Monate des Jahres übergeben werden.

Ebenso sagte Großbritannien der Ukraine Kampfpanzer vom Typ Challenger 2 zur Abwehr des russischen Angriffskriegs zur Verfügung stellen. Das sagte der britische Premierminister Rishi Sunak in einem Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, wie der britische Regierungssitz Downing Street am Samstag (14. Januar) in London mitteilte.

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