Gedenkveranstaltung

Zentralrat der Juden sieht Streit mit Bundestag beigelegt

Der Zentralrat der Juden in Deutschland sieht den Streit mit dem Bundestag wegen der Holocaust-Gedenkveranstaltung beigelegt: "Die Sache ist bereinigt."

Berlin. Der Zentralrat der Juden in Deutschland sieht den Streit mit dem Bundestag wegen der Holocaust-Gedenkveranstaltung beigelegt. "Die Sache ist bereinigt und in Zukunft wird das sehr viel besser laufen und harmonischer und würdevoller und respektvoller", sagte der Vizepräsident Dieter Graumann in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner" am Donnerstagabend.

"Ich glaube, damit sollten wir es bewenden lassen. Es gibt sehr viel wichtigere Dinge für uns als die Frage, ob wir jetzt an einer speziellen Gedenkfeier teilgenommen haben oder nicht."

Der Zentralrat der Juden war aus Verärgerung darüber, dass seine Vertreter in der Vergangenheit bei Gedenkveranstaltungen im Bundestag am vergangenen Dienstag nicht offiziell begrüßt worden seien, nicht zu der Sitzung gekommen.

Graumann sagte, das Thema sei "von den Medien hochgehypt" worden. Der Zentralrat habe mit dem Fernbleiben seiner Präsidentin Charlotte Knobloch "ein Zeichen zum Denken und zum Nachdenken" setzen wollen. Dies sei von den Medien "dramatisch hochgespielt" worden. Graumann räumte ein, die Gedenkfeier sei "sehr würdig" verlaufen. "Wir haben sehr gute warme und wichtige Worte gehört, das hat uns auch gut getan." Positiv habe zudem das Gespräch von Knobloch mit Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) am Donnerstag gewirkt. (dpa)

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