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In Tegucigalpa eskaliert einmal mehr der Konflikt zwischen Zelaya-Anhängern und Sicherheitskräften.
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In Tegucigalpa eskaliert einmal mehr der Konflikt zwischen Zelaya-Anhängern und Sicherheitskräften.

Honduras

Zelaya startet Projekt "Volksarmee"

In Honduras gibt es bei von Polizei und Armee mit Gewalt aufgelösten Straßenblockaden erneut Schwerverletzte. Der abgesetzte honduranische Präsident beginnt an der Grenze damit, eine "Volksarmee" aufzubauen, die ihn bei seiner Rückkehr unterstützen soll.

Tegucigalpa. Angesichts der sich verschärfenden Konfrontation im Honduras-Konflikt mehren sich die Aufforderungen an die Kontrahenten, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die US- Regierung schickte ihren Botschafter in Nicaragua vor, um mit Zelaya über die Lage zu sprechen.

Der vor einem Monat gestürzte Zelaya begann am Morgen an der Grenze zu Honduras damit, eine "Volksarmee" aufzubauen, die ihn bei seiner Rückkehr an die Macht in Tegucigalpa unterstützen soll.

In Honduras gingen Polizei und Armee unterdessen am Donnerstag mit Gewalt gegen Straßenblockaden der Zelaya-Anhänger vor.Zelaya, der ursprünglich für Anfang dieser Woche nach Washington eingeladen war, kam überraschend am Donnerstagnachmittag nach Managua, um mit dem US-Botschafter Hugo Lorenz zu sprechen. Das Treffen dauerte dem Vernehmen nach mehrere Stunden. Lorenz erklärte danach lediglich, sein Land arbeite daran, "die Demokratie in Honduras wiederherzustellen". Washington unterstützt den Vermittlungsplan des costa-ricanischen Präsidenten Óscar Arias, den Zelaya zuletzt für gescheitert erklärt hatte.

Zelaya hatte das Projekt des Aufbaus einer "friedlichen Volksarmee" am Vorabend in der nicaraguanischen Stadt Ocotal nahe der Grenze zu Honduras angekündigt. Er lud seine Anhänger ein, sich der Organisation anzuschließen. Die Soldaten der regulären Armee von Honduras, die sich dem Befehl der neuen Regierung in Tegucigalpa untergeordnet haben, bezeichnete er als Feiglinge. Sie hatten seine beiden Rückkehrversuche nach Honduras vereitelt. "Ich werde nach Tegucigalpa zurückkehren", versprach er.

Bei der gewaltsamen Beseitigung der Straßenblockaden in Honduras wurden mehrere Personen zum Teil schwer verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Die Gegner der derzeitigen Regierung blockieren seit Tagen immer wieder wichtige Verkehrsverbindungen in dem mittelamerikanischen Land, um die Rückkehr Zelayas zu erzwingen. Zu den gewaltsamen Zusammenstößen kam es am Donnerstag an der Hauptverkehrsstraße zwischen Tegucigalpa und der zweitgrößten Stadt des Landes, San Pedro Sula. Die Polizei nahm mehrere Dutzend Demonstranten fest. (dpa)

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