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Klima braucht Menschen mit Haltung: Zum Start von FR|Klima

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Von: Thomas Kaspar

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Wie viel Zeit genau uns noch bleibt, um die Folgen des Klimawandels abzumildern, lässt sich recht genau berechnen.
Wie viel Zeit genau uns noch bleibt, um die Folgen des Klimawandels abzumildern, lässt sich recht genau berechnen. © AFP

Die Klimakrise duldet kein „Weiter so“. Wie wir gegensteuern können, zeigt FR|Klima - in der Zeitung, in der App FR+, im Newsletter und auf dieser Themenseite.

Fünfmal in der Geschichte unserer Erde gab es ein Massen-Aussterben. Die schlimmste dieser Katastrophen lehrt uns die Bedeutung von Kohlenstoffdioxid, dem CO2. Vor etwa 250 Millionen Jahren stießen Vulkane davon so viel in die Atmosphäre aus, dass es die Meere um zehn Grad erwärmte. Diese Epoche des „großen Sterbens“ vernichtete 96 Prozent des Lebens in den Ozeanen und 70 Prozent auf dem Land.

Derzeit erleben wir das sechste Sterben. Im Anthropozän, dem Zeitalter von der industriellen Revolution bis heute, warnten Umweltbewusste von Beginn an davor, den Globus zu stark auszubeuten. Doch in dieser Expansionsphase war Naturschutz einfach „keine gute Story“, wie der US-Schriftsteller Jonathan Safran Foer die Bemühungen zusammenfasste. Es fehlte nicht an Fakten und Mahnungen – aber nur wenige hörten zu und kaum jemand handelte.

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Das ist nun vorbei. Ausgedehnte Dürren, hemmungslose Hochwasser und unzügelbare Unwetter erzählen unüberhörbar eine Tragödie mitten hinein in alle Wachstumsträume. Ein Happy End für die Menschheit ist noch immer möglich, bestätigt Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber im FR-Interview. Aber: Dazu müssen endlich alle aufwachen.

Die FR hat früh den Mutigen eine Stimme gegeben, die sich gegen die Zerstörung stemmen. Das reicht nicht mehr: Von heute an geben wir dem Klima mehr Platz und Erkennbarkeit, täglich wenigstens eine Seite.

Ja, Klimaschutz fängt bei uns allen an, und wir werden Gewohnheiten ändern müssen. Doch der systemische, der politische Zusammenhang und gerade der kapitalismuskritische darf und wird in der FR nicht zu kurz kommen. Unsere Klimaseiten stehen nicht zufällig zwischen Politik- und Wirtschaftsteil.

Auch jene, die den Klimawandel bestreiten, stellen sich neu auf. Schon jetzt finanzieren konservative Thinktanks Desinformationskampagnen mit Studien und Petitionen, die uns glauben machen sollen, es gäbe keinen menschengemachte Erderwärmung – und wir könnten weiter wirtschaften wie bisher.

Die FR wird auch diesmal gegenhalten – mit gewohnt gutem Journalismus, der Sie, liebe Leserinnen und Leser, befähigt, Ihr Wissen zu vertiefen und sich selbst eine Meinung zu bilden. Und wir werden neue Formate anbieten, um noch mehr Menschen für dieses Thema zu gewinnen. In unserer Plus-App startet heute eine eigene Klimarubrik. Am Freitag versenden wir erstmals unseren exklusiven Klima-Newsletter. Ob gedruckt oder digital – Klimaschutz benötigt Menschen mit Haltung.

Thomas Kaspar, Chefredakteur

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