Nahost

USA zeigen Drohgebärde

Flugzeugträger in den Nahen Osten verlegt.

Die USA verlegen den Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ und eine Bomberstaffel als Warnung an den Iran in den Nahen Osten. Der Nationale Sicherheitsberater im Weißen Haus, John Bolton, begründete den Schritt mit „einer Reihe beunruhigender und eskalierender Hinweise und Warnungen“ Teherans. Der Iran hatte im April angesichts verschärfter US-Sanktionen mit einer Blockade der Öllieferungen im Persischen Golf gedroht.

Die USA wollten mit der Verlegung eine „klare und unmissverständliche Botschaft“ an die iranische Regierung senden, sagte Bolton. Teheran solle deutlich gemacht werden, dass „jeder Angriff auf die Interessen der Vereinigten Staaten oder auf die unserer Verbündeten mit unerbittlicher Kraft beantwortet wird“, fuhr Bolton fort.

Die USA strebten zwar keinen Krieg mit dem Iran an. „Aber wir sind voll darauf vorbereitet, auf jeden Angriff, ob von Stellvertretern, den islamischen Revolutionsgarden oder regulären iranischen Truppen, zu antworten.“

Die USA haben den Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ schon mehrmals in die Golfregion verlegt, etwa während des Irak-Kriegs 2003. Wohin er diesmal genau verlegt werden soll, teilte Bolton nicht mit. Seinen Angaben zufolge wird er in die Region geschickt, für die das US-Zentralkommando Centcom zuständig ist. Das Gebiet umfasst den Nahen Osten, Zentralasien und Ostafrika.

Bolton nannte auch keinen konkreten Grund für die Verlegung. US-Außenminister Mike Pompeo verwies vor seiner Abreise nach Europa ebenfalls allgemein auf „eskalierende Aktivitäten der Iraner“ und auf „Angriffe auf Interessen der USA“. Was er unter „eskalierenden Aktivitäten“ der Iraner versteht, führte er nicht aus. (afp)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion