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Seit der Wahl von Donald Trump protestieren täglich Tausende.

Wahl von Donald Trump

Zehntausende Frauen planen Protestmarsch

Nach der Wahl von Donald Trump planen zehntausende Frauen einen Protestmarsch. Der „Million Women March“ richtet sich besonders gegen Trumps Sexismus.

Zehntausende Frauen planen anlässlich der Amtsübernahme des künftigen US-Präsidenten Donald Trump einen Protestmarsch in Washington. Der "Million Women March" soll am 21. Januar stattfinden, einen Tag nach der Vereidigung Trumps. Nach der Ankündigung der Demonstration auf Facebook hätten sich binnen 24 Stunden 35.000 Menschen dafür angemeldet, sagte die Modedesignerin Bob Bland, eine der Organisatorinnen des Protestzuges, am Freitag in New York der Thomson Reuters Foundation. Der Marsch sei die Antwort auf Trumps Einstellung Frauen gegenüber, die während des Wahlkampfes deutlich zutage getreten sein, sagte Bland.

Der Plan für den Protestmarsch sei am Donnerstag entstanden, zwei Tage nach der Wahl Trumps, sagte Bland. Viele Frauen seien auf dieselbe Idee gekommen und hätten sich in den sozialen Medien koordiniert. "Wir können es uns nicht erlauben, dass wir aufgeben, die Köpfe hängen lassen und diese Regierung nicht zur Verantwortung ziehen für Verstöße gegen Menschen- und Frauenrechte", sagte Bland.

Trump hatte sich wiederholt abfällig gegenüber Frauen geäußert. Der Wahlkampf-Endspurt war wesentlich von Sexismus-Vorwürfen gegen ihn geprägt. Auslöser war die Veröffentlichung eines Videos aus dem Jahr 2005, in dem er sich vulgär über Frauen äußert. Trump entschuldigte sich zwar und beteuerte, die beschriebenen Handlungen nie vollzogen zu haben. Dem widersprachen jedoch mehrere Frauen, die in verschiedenen Medien konkrete sexuelle Übergriffe beschrieben. Trump wies die Anschuldigungen zurück.

Trump will Kabinett schnell besetzen

Der künftige US-Präsident Donald Trump treibt unterdessen seine Vorbereitungen für die Machtübernahme voran. Er kündigte am Freitag an, schon in Kürze die Besetzungen von Kabinettsposten bekanntzugeben. Außerdem ernannte er den designierten Vizepräsidenten Mike Pence zum neuen Leiter seines Übergangsteams und telefonierte erstmals mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem französischen Staatschef François Hollande.

Er werde "bald einige wichtige Entscheidungen über die Leute treffen, die die Regierung bilden werden", erklärte Trump drei Tage nach seinem überraschenden Wahlsieg im Kurzbotschaftendienst Twitter. Als mögliche Minister des politikunerfahrenen Immobilienmoguls werden in den US-Medien mehrere Trump-Vertraute gehandelt. Darunter sind der frühere Sprecher des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, der Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, der Ex-Bürgermeister von New York, Rudy Giuliani, und seine Wahlkampfmanagerin Kellyanne Conway. Trump wird am 20. Januar vereidigt. Am Donnerstag war er mit dem scheidenden Präsidenten Barack Obama im Weißen Haus zusammengekommen, um die Amtsübergabe einzuleiten. (rtr/afp)

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