Flüchtling in Ungarn

Zehn Jahre Haft wegen Grenzkrawallen

Ein syrischer Flüchtling muss wegen Grenzkrawallen in Ungarn zehn Jahre in Haft. Der 40-jährige sei einer der Anstifter der Ausschreitungen gewesen.

In Ungarn ist ein syrischer Flüchtling wegen Beteiligung an Krawallen an der Grenze zu Serbien zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Der Mann habe im September 2015 Steine auf Polizisten geschleudert, um so eine Öffnung der Grenze am Übergang Röszke zu erzwingen, erklärte das Gericht in Szeged bei der Urteilsverkündung am Mittwoch. Dies werde als Terrorakt eingestuft. Der 40-jährige sei einer der Anstifter der Ausschreitungen gewesen.

Fast die Hälfte der rund eine Million Flüchtlinge, die im vergangenen Jahr nach Europa gelangten, kamen durch Ungarn. An den auf der sogenannten Balkanroute gelegenen Landesgrenzen kam es oft zu chaotischen Situationen. Ungarn schottete seine Grenze zum Nachbarn Serbien schließlich mit Stacheldraht ab und erließ Gesetze, die unter anderem Haftstrafen für den illegalen Grenzübertritt vorsehen. (Reuters)

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