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Staatsekretär Bernd Althusmann soll die in die Kritik geratene niedersächsische Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann ablösen.

Stühlerücken in Hannover

Wulff tauscht Minister aus

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) bildet sein schwarz- gelbes Landeskabinett in größerem Stil um: Vier von insgesamt neun Landesministern müssen gehen.

Hannover. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) bildet erstmals seit seinem Amtsantritt 2003 sein schwarz- gelbes Landeskabinett in größerem Stil um. Vier von insgesamt neun Landesministern müssen gehen. Die Kabinettsumbildung betrifft ausschließlich die CDU-Ressorts. Mit der Neubesetzung gelang Wulff am Montag ein Überraschungscoup. Er holt drei Frauen in seine Regierungsmannschaft, die in Niedersachsen bisher kaum bekannt waren.

Neue Sozialministerin soll nach dpa-Informationen die CDU- Abgeordnete in der Hamburger Bürgerschaft, Aygül Özkan, werden. Die 38 Jahre alte Politikerin ist Muslimin, ihre Familie kommt aus der Türkei. Seit März 2008 sitzt sie in der Hamburger Bürgerschaft. Sie löst Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) ab, die als ein wenig blass galt.

Das Amt der Agrarministerin übernimmt die 45 Jahre alte CDU- Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen. Sie ersetzt Hans-Heinrich Ehlen, der gesundheitlich angeschlagen ist. Die Diplom-Ökotrophologin Grotelüschen kommt aus Ahlhorn in der Gemeinde Großenkneten. Ihrer Familie gehört eine große Mastputen-Brüterei. Grotelüschen war erst 2009 in den Bundestag eingezogen.

Brandenburgs CDU-Vorsitzende und Landtagsfraktionschefin Johanna Wanka wird neue Wissenschaftsministerin. Die 59-Jährige ist studierte Mathematikerin und war von 2000 bis 2009 Wissenschaftsministerin in Potsdam. Sie wird Nachfolgerin des aus Oldenburg kommenden Ministers Lutz Stratmann.

Das Kultusministerium soll der bisherige Staatssekretär Bernd Althusmann übernehmen und damit Elisabeth Heister-Neumann ablösen. Die Ministerin hatte schon kurz nach dem Amtsantritt für große Unzufriedenheit in der Schuldebatte gesorgt und Verbände gegen sich aufgebracht.

Die CDU-Minister Uwe Schünemann (Innen), Hartmut Möllring (Finanzen) und Bernd Busemann (Justiz) behalten ihre Posten. Auch die FDP-Ressorts mit Hans-Heinrich Sander und Jörg Bode bleiben unangetastet. Wulff wollte am Nachmittag in Hannover über seine Kabinettsumbildung informieren.

Bislang hatte Wulff nur kleinere Kabinettsumbildungen vorgenommen. So musste er 2005 Ersatz für Landessozialministerin Ursula von der Leyen (CDU) und 2009 für Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) finden. Beide gingen ins Bundeskabinett. Einmal wechselten zudem zwei Landesminister die Ressorts untereinander. (dpa)

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