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"Würdevoller Ausstieg" gesucht

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Obama führt im Kampf um die Delegierten auf dem Nominierungsparteitag der Demokraten Ende August in Denver fast uneinholbar (22.05.2008).
Obama führt im Kampf um die Delegierten auf dem Nominierungsparteitag der Demokraten Ende August in Denver fast uneinholbar (22.05.2008). © rtr

Vertreter von Clinton und Obama führen Gespräche. Sie suchen Medienberichten zufolge einen "würdevollen Ausstieg" für Clinton aus der verfahrenen Situation bei den US-Vorwahlen.

Washington (dpa/ap) - Vertreter der demokratischen Präsidentschaftsbewerber Hillary Clinton und Barack Obama führen einem Bericht des Nachrichtensenders CNN zufolge Gespräche über einen Ausweg aus der verfahrenen Situation in den US-Vorwahlen. Dabei gehe es vor allem darum, der Senatorin aus New York einen "würdevollen Ausstieg" zu ermöglichen, meldete der Sender am Freitag. Allerdings dementierten beide Lager, dass es solche Gespräche derzeit gebe.

Ex-Präsident Bill Clinton spielt laut der "New York Times" mit dem Gedanken, seine Frau könnte vielleicht doch "running mate", also Partner eines demokratischen Präsidentschaftskandidaten Obama werden. Bill Clinton könne sich gut vorstellen, Hillary würde das Amt des Vizepräsidenten anstreben.

Im Gespräch als Vizepräsident sind außerdem der Gouverneur von New Mexico, Bill Richardson, der republikanische Senator und Kriegsgegner Chuck Hagel und der frühere Senator John Edwards, der sich anfangs selbst um die Präsidentschaftskandidatur bewarb und inzwischen Obama unterstützt.

Obama führt im Kampf um die Delegierten auf dem Nominierungsparteitag der Demokraten Ende August in Denver fast uneinholbar. Zwei der Delegierten, die Edwards seinerzeit in New Hampshire gewinnen konnte, stellten sich am Freitag hinter Obama. Nach einer AP-Zählung kommt Obama damit auf 1967 Delegiertenstimmen, Clinton auf 1780. Insgesamt 2026 sind für die Nominierung nötig.

Damit fehlen vor den letzten drei Vorwahlen in Puerto Rico, South Dakota und Montana weniger als 100 Delegierte, um die aus Obamas Sicht für die für die Nominierung nötige Mehrheit von 2026 zu erreichen. Clinton dagegen sieht die magische Delegiertenzahl bei über 2210, weil sie möchte, dass die bisher nicht berücksichtigten Vorwahlergebnisse in den Staaten Florida und Michigan doch anerkannt werden. Der demokratische Parteivorstand hatte beschlossen, diese Ergebnisse nicht zu akzeptieren, da die Wahlen regelwidrig vorverlegt worden waren. Ein Vorstandsausschuss will nun am 31. Mai über eine Kompromisslösung beraten.

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