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Ich gebe mir jeden Tag Mühe, was aus dem Tag zu machen, aber das wird immer schwerer.
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„Ich gebe mir jeden Tag Mühe, was aus dem Tag zu machen, aber das wird immer schwerer.“

Pandemie und Jugendliche

Worauf soll ich mich freuen?

Für viele junge Menschen ist die Pandemie eine schwere Belastung: Nasrat (16) aus Frankfurt erzählt von seinem Alltag.

Nasrat ist 16 Jahre alt und wohnt im Frankfurter Stadtteil Niederursel. Er geht in die Abschlussklasse der Realschule. Danach möchte er an der Fachoberschule Abitur machen. Sein Alltag ist meistens ereignislos, das schlägt ihm inzwischen auf die Stimmung.

„Weil ich in der Abschlussklasse bin, habe ich trotz Corona Unterricht in der Schule. Unsere Klasse ist geteilt und eine Lehrerin unterrichtet beide Klassenteile gleichzeitig. Für uns Schüler ist das fast normal, für die Lehrer ist das schon stressiger. Nach der Schule gehe ich meistens in die Arche, esse dort und sehe Freunde. Am Spätnachmittag gehe ich nach Hause, wo ich mir mit meinen zwei jüngeren Brüdern ein Zimmer teile. Seit Corona habe ich angefangen abends zu zeichnen. Zwar sehe ich meine Freunde trotzdem, aber vor Corona haben wir uns oft mit zehn, 20 Personen auf einem Sportplatz zum Kicken getroffen, das fehlt mir schon sehr. Jetzt im Winter verbringen wir unsere Zeit nach der Arche oft im Nordwestzentrum, da ist es warm.

Mir und meinen Freunden gehen die Kontaktbeschränkungen völlig auf den Wecker und langsam merke ich auch, dass ich dadurch psychische Probleme entwickle. Das merkt man daran, wie motiviert man ist, wenn man morgens aufsteht und es so gar nichts gibt, worauf man sich freut. Das deprimiert mich.

Ich gebe mir jeden Tag Mühe, was aus dem Tag zu machen, aber das wird immer schwerer. Ich denke, dass es ziemlich den meisten so geht. Unter Freunden sprechen wir auch darüber.

Für die Zeit nach Corona freue ich mich darauf, mir einfach keine Gedanken machen zu müssen, mit wie vielen Personen man sich trifft und einfach wieder alles machen zu können, worauf man Lust hat. Ich würde gerne verreisen. Aber für das ganze Jahr, die Wochenenden und die Ferien habe ich keine Pläne.

Aufgezeichnet: Sophie Vorgrimler

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