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Putin mit dem Rücken zur Wand: Seine eigenen Leute suchen wohl schon nach Ersatz

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Von: Marvin Ziegele

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Ein Graffiti des russischen Präsidenten Wladimir Putin.
Ein Graffiti des russischen Präsidenten Wladimir Putin. © Imago Images

Der Kreml-Chef steht laut internen Berichten zunehmend unter Druck. Viele Verbündete sind unzufrieden mit seiner Politik. 

Moskau – Wladimir Putin könnte Russland in absehbarer Zeit nicht mehr regieren. Das geht aus einem Bericht des unabhängigen Nachrichtenmagazins Meduza hervor, das sich auf mehrere der russischen Präsidialverwaltung nahestehende Quellen beruft. Demnach sind viele von Wladimir Putins eigenen Verbündeten unzufrieden mit den Folgen des Ukraine-Krieges.

„Es gibt eine Übereinkunft oder den Wunsch, dass er in absehbarer Zeit das Land nicht mehr führen wird“, so eine Quelle in einem neuen Bericht von Meduza. „Es gibt wahrscheinlich fast keine [Mitglieder der Elite], die mit Putin zufrieden sind. Die Wirtschaft und viele Mitglieder der Regierung sind unglücklich darüber, dass der Präsident den Krieg begonnen hat, ohne an das Ausmaß der Sanktionen zu denken - es ist unmöglich, mit solchen Sanktionen zu leben“, sagte eine andere Kreml-nahe Quelle gegenüber Meduza.

Wladimir Putin: „Verständnis und den Wunsch, dass Putin das Land nicht mehr regieren wird“

Dabei ginge es nicht um ein Komplott oder den Sturz von Putin. Aber es gebe das „Verständnis und den Wunsch, dass Putin in absehbarer Zeit das Land nicht mehr regieren“ werde. Die Probleme in Russland wegen des Ukraine-Konflikts seien bereits offensichtlich. Wladimir Putin habe nicht an die Auswirkungen der Sanktionen auf Russland gedacht.

Laut Meduza ist Putin selbst jedoch immer noch absichtlich verblendet und beharrt darauf, dass die wachsenden wirtschaftlichen Probleme des Landes nichts mit dem Krieg zu tun haben. Und selbst die Beamten, die unter vier Augen über potenzielle Nachfolger diskutieren, wissen, dass Putins Abgang nur möglich ist, wenn sich sein Gesundheitszustand – über den in den letzten Monaten immer wieder Gerüchte über eine unheilbare Krankheit kursierten – deutlich verschlechtert.

Wladimir Putin: Angebliche Gespräche über potenzielle Nachfolger

Einige von Putins eigenen Verbündeten innerhalb der Kreml-Mauern in Moskau haben dem Bericht zufolge die Idee geäußert, dass der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin sein Nachfolger werden könnte, oder der ehemalige Präsident Dmitri Medwedew, der jetzt stellvertretender Vorsitzender des Sicherheitsrates ist. Auch Sergej Kirienko, der erste stellvertretende Stabschef der Präsidialverwaltung, soll als Kandidat im Gespräch gewesen sein.

Derweil findet in Russland eine verdeckte Generalmobilisierung statt, um die schweren Verluste im Ukraine-Krieg zu kompensieren und zu verschleiern. (marv)

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