1. Startseite
  2. Politik

„Atomare Bedrohung wächst“: Putin sieht im Ukraine-Krieg „langwierigen Prozess“

Erstellt:

Von: Lucas Maier

Kommentare

In Moskau hat Wladimir Putin von „bedeutenden“ Ergebnissen im Ukraine-Krieg gesprochen. Zuvor wurden zehn Mitglieder des Menschenrechtsrates abgesetzt.

Moskau – Die Gefahr eines Atomkriegs steigt und der Ukraine-Krieg könnte ein „langwieriger Prozess“ werden: Gegenüber dem von ihm selbst ernannten russischen Menschenrechtsrat äußerte Wladimir Putin sich zum Krieg gegen die Ukraine. „Eine solche (atomare) Bedrohung wächst, es wäre falsch, sie zu verbergen“, sagte der russische Präsident in einer Videoschalte aus Moskau, wie der britische Nachrichtensender BBC berichtet.

Während der Ex-KGB-Agent die russischen Atomwaffen als technisch überlegen darstellte, betonte er auch, dass Russland einen Atomschlag lediglich als Reaktion in Betracht ziehe. „Wir sind nicht verrückt geworden, wir wissen, was Atomwaffen sind.“

Ukraine-Krieg: Scholz sieht atomare Gefahr von Russland als gering an

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) schätzte die atomare Gefahr, die von Russland ausgehe, hingegen zuletzt als gering ein. „Russland hat aufgehört, mit dem Einsatz von Atomwaffen zu drohen“, so Scholz. Der Sozialdemokrat wertet das als einen Erfolg der internationalen Gemeinschaft, welche hier eine „rote Linie markiert“ habe, wie die französische Nachrichtenagentur AFP schreibt.

Ukraine-Krieg: Putin spricht von „langwierigem Prozess“.
Ukraine-Krieg: Putin spricht von „langwierigem Prozess“. (Archivbild) © Mikhail Metzel/dpa

Im Gespräch dem russischen Menschenrechtsrat hat Wladimir Putin eingeräumt, dass der Ukraine-Krieg sich in die Länge ziehen könnte. „Natürlich, es kann ein langer Prozess werden“, sagte der russische Präsident laut der Deutschen Presse-Agentur. In Richtung der USA sagte der 70-Jährige bei dem Treffen: „Wir haben keine Atomwaffen, einschließlich taktischer, auf dem Territorium anderer Länder, aber die Amerikaner haben sie – in der Türkei und in einer Reihe anderer europäischer Länder.“

Russland: Putin spricht von „bedeutenden“ Ergebnissen im Ukraine-Krieg

Der Machthaber aus Moskau sprach zudem von einer Annexionen das Asowschen Meers, wie BBC berichtet. Dabei verwies er auf den russischen Zaren Peter den Großen. Bereits dieser hätte solche Bestrebungen gehegt. Putin bezog sich in der Vergangenheit bereits mehrfach auf Peter den Großen.

Der russische Präsident sprach von „bedeutenden“ Ergebnissen im Ukraine-Krieg, wie beispielsweise der Annexion der Gebiete im Osten des Landes. Die Regionen Luhansk, Donezk, Cherson und Saporischschja werden derzeit nicht vollständig von Russland kontrolliert, wie BBC berichtet.

Menschenrechtsrat in Russland: Zehn Mitglieder im Vorhinein abgesatzt

Vor der Sitzung des von Putin ernannten russischen Menschenrechtsrats wurden zehn Mitglieder des Gremiums abgesetzt. Die Betroffenen hatte sich zuvor kritisch zum Ukraine-Krieg geäußert, wie BBC schreibt.

An die freien Stellen rückten Mitglieder, die dem Krieg positiv gegenüber stehen. Welche Themen bei dem Treffen des Menschenrechtsrates in Moskau besprochen werden, würde im Vorhinein überprüft, wie die unabhängige russische Nachrichtenagentur Verstka schreibt. (Lucas Maier)

Zuletzt warf Russland der Ukraine vor, auch Ziele auf russischem Staatsterritorium angegriffen zu haben.

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion