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„Müssen uns auf harte Zeiten einstellen“: Putin will Ukraine brechen

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Von: Moritz Serif

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Russlands Präsident Wladimir Putin hat einen perfiden Plan. Er will den Winterausbruch im Ukraine-Krieg ausnutzen.

Lemberg – Wladimir Putin verfolgt einen perfiden Plan, um den Gegner zu brechen. Russlands Präsident versucht nämlich, die Infrastruktur der Ukraine zu zerstören. Ausgerechnet im Winter. Wenn es kalt wird. So schlugen am Montag (10. Oktober) Raketen auf die Umspannwerke in der Region Lemberg ein. Einen Tag später setzten die Russen ihren Angriff fort.

„Wir müssen uns auf harte Zeiten einstellen“, sagte Andriy Sadovyi, der Bürgermeister von Lemberg, als er in einem Gebäude am gepflasterten Rynok-Platz der westukrainischen Stadt vor der lokalen und internationalen Presse sprach. Der Winter stehe vor der Tür und mit ihm „vielleicht die schlimmste Zeit, die unser Land je erlebt hat“, so der Bürgermeister unter anderem gegenüber dem Guardian.

Putin will Infrastruktur der Ukraine zerstören: „Legen Sie einen Vorrat an“

„Legen Sie einen Vorrat an Brennholz an, kaufen Sie Heizgeräte, isolieren Sie, wo Sie können“, riet Sadovyi. Die Ukraine müsse nun auf die „altbewährten Methoden zurückgreifen“. Lemberg ist mit ihren Vorbereitungen bei weitem nicht alleine. Auch die westukrainische Stadt Lemberg bereitet sich auf das Schlimmste vor, indem sie bauchige Öfen kauft.

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Ein Sanitäter geht am Montag in Kiew an einem brennenden Auto nach einem russischen Angriff vorbei. © Roman Hrytsyna/AP/dpa

„Wir haben vor, mehrere Tausend zu kaufen“, sagte Serhiy Kiral, der stellvertretende Bürgermeister von Lemberg, gegenüber Politico. „Die Idee ist, dass jeder Einwohner einen Ort zum Aufwärmen haben sollte. Das kann ein Kaminofen im Keller eines Gebäudes sein, der mit einem Abgasrohr auf die Straße führt. Es könnte ein offener Platz in der Stadt sein, an dem sich die Menschen zu bestimmten Zeiten treffen können“, so der Politiker.

Ukrainer:innen fürchten Putins General Surowikin

Es geht die Sorge um, dass der neue russische Befehlshaber Sergej Surowikin, der für seine Angriffe auf im Syrien-Krieg berüchtigt ist, die Zerstörung der Infrastruktur zu einem wichtigen Bestandteil seiner Offensive machen wird. „Russland tut dies, um die Moral des ukrainischen Volkes zu brechen, interne Unruhen zu schüren und zu versuchen, die Menschen dazu zu bringen, zu verlangen, dass die Behörden [mit Moskau] verhandeln“, sagte Oleksii Riabchyn, Energieberater der Regierung, Politico.

Außerdem müssten sich die Behörden darauf vorbereiten, geflüchtete Menschen aus den östlichen Regionen der Ukraine aufzunehmen. Putin kämpft indes in seiner Heimat um den Rückhalt in den eigenen Reihen. Es soll ein Machtkampf entbrannt sein. (mse)

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