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Putins Vorgänger über Ukraine: „Ich hasse sie!“

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Von: Lukas Zigo

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Der ehemalige russische Präsident Dimirti Medewdew nennt die Ukrainer „Bastarde und Abschaum“ und wünscht sich das Verschwinden der Ukraine als Staat.

Moskau – Viel wird dieser Tage über Wladimir Putin und seinen inneren Zirkel berichtet. Einer, der für seine radikalen Theorien zur Ukraine eher wenig beachtet wird, ist der ehemalige Präsident Russlands, Dimitri Medwedew. Der enge Vertraute Putins ist einer derjenigen Vasallen, die Putin stets ein, zwei Reihen hinter sich behielt, sie mit wichtigen Regierungsposten ausstattete, um sie bei Bedarf zu benutzen.

Und dieser Bedarf entstand 2007, als er von Putins Gnaden das Amt des Präsidenten Russlands übernehmen sollte. In seiner von 2008 bis 2012 dauernden Amtszeit sorgte er dafür, dass Putin von nun an Präsident auf Lebenszeit sein kann. Im Jahr 2011 kursierte der Witz: „Der Kreml ist in zwei Langer zwischen Putin und Medwedew gespalten. Die einzige Frage lautet, welchem Lager sich Medwedew selbst anschließen wird....“. Diese Frage wurde mit seinem „Platz machen für Putin“ bei der folgenden Wahl beantwortet.

Russland: Putins Vertrauter Medwedew und seine Theorien zur Ukraine – „Bastarde und Abschaum“

Lange Zeit hielt die Außenwelt Medwedew für einen der Vernünftigen in den hohen Machtzirkeln des Kremls. Doch Dimitri Medwedew, der Putin auch als Premierminister diente, steht seinem Chef in Sachen genozidialer Fantasien der Ukraine gegenüber allem Anschein nach kaum nach.

Russland feiert "Tag des Sieges"
Wladimir Putin (r), Präsident von Russland, und Dmitri Medwedew (l) nehmen an einer Kranzniederlegung am Grab des unbekannten Soldaten teil. © Pavel Golovkin / dpa

Auf der Social-Media-Plattform Telegram verbreitet er in aller Regelmäßigkeit radikales Gedankengut in Bezug auf die Ukraine. So rief er in der Vergangenheit mehrfach zur Auslöschung der Ukraine als Nation auf. So schreib Medwedew zuletzt: „Die Leute fragen mich oft, warum meine Telegram-Beiträge so hart sind. Die Antwort ist, dass ich sie hasse. Sie sind Bastarde und Abschaum. Sie wollen den Tod für uns, für Russland. Und solange ich am Leben bin, werde ich alles tun, um sie verschwinden zu lassen.“

Zuletzt hatte Medwedew sich als Droher profiliert. Als die US-Regierung die Lieferung von Himars-Raketenwerfern an die Ukraine bestätigte, drohte er nach Moskauer Presseberichten damit, ukrainische Befehlszentren zu beschießen, sollte Russland mit diesen Raketen beschossen werden. Als Reaktion auf den Nato-Beitritt Schwedens und Finnlands drohte er mit der Stationierung von Atomwaffen im Ostseeraum. (lz/dpa)

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