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Russland

Wladimir Putin schwer krank? Medien in Russland spekulieren über Neffen als Nachfolger

  • Matthis Pechtold
    vonMatthis Pechtold
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Ist Russlands Präsident Wladimir Putin krank? Russische Medien spekulieren bereits über einen Nachfolger des Präsidenten - es ist Putins Neffe.

  • Präsident von Russland, Wladimir Putin zementiert seine Macht mit neuen Gesetzen – bis 2036 könnte er damit jetzt im Amt bleiben.
  • In Russland kursieren im Pandemie-Jahr zahlreiche Gerüchte über Wladimir Putin, immer wieder drehen sich diese um die Gesundheit von Putin.
  • Putin selbst hält sich mit Äußerungen auffällig zurück, während russische Medien bereits über seine Nachfolge spekulieren.

Moskau – Wenn vor Desinformation aus Russland gewarnt wird, dann geht es in der Regel um Geheimdienst-Operationen, Hackerangriffe und Bot-Netzwerke, die laut betroffenen Regierungen die Stabilität westlicher Staaten und Allianzen untergraben sollen. Auch dahingehend brachte das Jahr 2020 jedoch einige Überraschungen.

Während und nach der US-Wahl 2020 war von Russland nie die Rede, im Gegensatz zur Wahl vor vier Jahren. In Russland wiederum scheint Putins Macht auf Grundlage zahlreicher Gerüchte zunehmend infrage zu stehen. Beobachtern zufolge leistet Wladimir Putin diesen mit seiner Informationspolitik eher noch Vorschub.

Äußert sich nicht zu zahlreichen Gerüchten über seine Zukunft: Russlands Präsident Wladimir Putin

Wladimir Putin: Ist der russische Präsident schwer krank?

Mittlerweile genügt es, dass Wladimir Putin in einem Meeting hustet, schon kocht die Gerüchteküche hoch. Dass er schwer erkrankt sein könnte, diese Möglichkeit haben russische Medien dieses Jahr immer wieder aufgeworfen. Krebs könne er haben, an Parkinson leiden, oder psychisch nicht mehr vollständig gesund zu sein. Immerhin die hartnäckigen Gerüchte über eine Krebserkrankung dementierte der Kreml in einem Statement Anfang Dezember.

Grundsätzlich hat Wladimir Putin dieses Jahr mehrfach demonstriert, dass er an einer Fortsetzung seiner Präsidentschaft sehr interessiert ist: Mit neuen Gesetzen könnte er bis 2036 legal im Amt bleiben, als Ex-Präsident werden er und seine Familie lebenslang Schutz vor Strafverfolgung genießen. Ob Putin Jahre oder doch nur noch Monate an der Spitze Russlands bleiben ist in der öffentlichen Wahrnehmung seit diesem Jahr jedoch mehr und mehr zu einer Glaubensfrage geworden.

Putins Nachfolge: Sein Neffe könnte in Russland Präsident werden

In Berichten russischer und internationaler Medien zirkulieren bereits Namen möglicher Nachfolger. Laut „The Daily Beast“ könnte Ex-Präsident Dmitri Medwedew zurück an die Macht kommen. Auch dem Neffen Putins, Roman Putin, werden Chancen im Falle eines Machtwechsels eingeräumt. Das US-Nachrichtenportal zitiert einen Kommentator der russischen Tageszeitung „Kommersant“ mit folgenden Worten: „Dieses Jahr änderte er die Verfassung, um sich mehr Amtszeiten zu sichern, aber jetzt lässt er mehr Nebel herein und sagt, er wisse nicht, ob er 2024 wieder kandidieren werde.“ 

Die Spekulationen über Putin reichen weit über Machtfragen hinaus. Auch über seinen Rückzugsort wird regelmäßig gerätselt. Dank eines originalgetreuen Nachbaus seines Büros im Kreml könnte er sich öfter als vermutet an der Küste des Schwarzen Meeres in Sochi aufhalten. Ebenso möglich ist ein geheimer Aufenthaltsort im Altai-Gebirge nahe der russisch-mongolischen Grenze.

Inmitten eines „Informationskrieges“: Russlands Präsident Wladimir Putin hält dicht

Im November drangen außerdem Gerüchte über eine bisher unbekannte Tochter von Wladimir Putin an die Öffentlichkeit. Die Mutter und vermeintliche Affäre Putins soll zudem auf noch unklarem Wege Geschäftsanteilen einer russischen Bank habhaft geworden sein, Beobachtern zufolge ein klares Indiz für Korruption an der Spitze des Landes.

Laut „The Daily Beast“ nenne der russische Staatsschef die diversen Gerüchte zu seinem Privatleben und seiner politischen Zukunft „Tricks“ in einem „Informationskrieg“ gegen ihn. Wer der Angreifer sei, dazu schweig sich Wladimir Putin jedoch aus. (Matthis Pechtold)

Rubriklistenbild: © Mikhail Klimentyev/AFP

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