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„Poseidon“: Wladimir Putins Waffe soll radioaktiven Tsunami auslösen können

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Von: Marvin Ziegele

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Russlands Präsident Wladimir Putin während einer Übung der russischen Flotte im Schwarzen Meer im Jahr 2020. (Archivfoto)
Russlands Präsident Wladimir Putin während einer Übung der russischen Flotte im Schwarzen Meer im Jahr 2020. (Archivfoto) © Alexey Druzhinin/AFP

Russland droht während des Ukraine-Konflikts gerne. Nun sogar mit der Macht des Meeres.

Moskau – Die nuklearen Drohungen vonseiten Russland ebben nicht ab. Genauer gesagt werden die Drohungen immer ausschweifender. Russlands Propagandamaschine läuft unter Wladimir Putin deshalb auf Hochtouren. Ein Moderator des russischen Staatsfernsehens warnte kürzlich davor, Großbritannien als Vergeltung für die Unterstützung der Ukraine mit einem "nuklearen Tsunami" von der Landkarte verschwinden zu lassen.

Als Werkzeug solle dabei die russische Unterwasserdrohne „Poseidon“ dienen, wie der Moderator der Sendung Rossiya 1, Dmitri Kisseljow behauptete. Die Unterwasserdrohne könne eine bis zu 500 Meter hohe Flutwelle auslösen und das Vereinigte Königreich damit „ertränken“.

„Poseidon“: Wladimir Putins nuklearer Unterwasser-Torpedo

Allerdings ist das nur die zweite Option, vorher drohte Kisseljow erneut mit der, inzwischen schon gebetsmühlenartigen, Vernichtung des Gegners mit den Sarmat 2-Atomraketen. „Ein Knopfdruck genügt, Boris, und England ist weg. Und zwar ein für allemal“, sagte Kosseljow laut Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND).

Doch worum handelt es sich bei der Unterwasserdrohne Poseidon? Das Nachrichtenportal Euronews beschreibt die Drohne als großen, autonomen Torpedo mit Nuklearantrieb und einem nuklearen Sprengkopf. Ihr Einsatz soll, laut eines russischen Fernsehberichts aus dem Jahr 2015 „Komponenten der gegnerischen Wirtschaft in einem Küstengebiet zu schädigen und dem Territorium eines Landes unannehmbare Schäden zuzufügen, indem es Gebiete mit weitreichender radioaktiver Verseuchung schafft, die für längere Zeit für militärische, wirtschaftliche oder andere Aktivitäten ungeeignet sind.“

Russlands Unterwasser-Waffe „Poseidon“: Tsunami und Verstrahlung

Der Torpedo soll demnach rund 20 Meter lang sein und in der Lage sein, rund 1.000 Meter tief zu tauchen. Die Reichweite der Waffe wird auf etwa 10.000 Kilometer geschätzt, berichtet Euronews unter Berufung auf Experten.

„Es ist schwieriger abzufangen, weil es zwar Raketenabwehrsysteme gibt, aber nur sehr wenige Länder darauf vorbereitet sind, sich gegen einen Atomtorpedo zu verteidigen, vor allem, wenn er sich sehr schnell bewegt“, so einer der Experten. Aber im Großen und Ganzen unterscheide sich ein solcher Torpedo nicht von einer anderen Atomwaffe, sagte er. Allerdings lägen die Tücken von Poseidon darin, dass die Waffe sowohl einen Tsunami auslösen würde als auch massive Strahlung in die betreffenden Gebiete transportieren würde. (marv)

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