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Ist Putin krank? Ehemaliger KGB-Mann könnte Nachfolger werden

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Von: Jan Oeftger

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Nikolai Patruschew (hinten) könnte auf Wladimir Putin als Präsident Russlands folgen (Archivbild).
Nikolai Patruschew (hinten) könnte auf Wladimir Putin als Präsident Russlands folgen (Archivbild). © Mikhail Klimentyev/dpa

Der britische Ex-Auslandsgeheimdienstchef ist sicher, dass Nikolai Patruschew auf Wladimir Putin folgen würde.

Moskau – Während die Angriffe Russlands auf die Ukraine im Ukraine-Krieg weitergehen, halten sich die Gerüchte um eine Erkrankung Wladimir Putins hartnäckig. Der frühere Auslandsgeheimdienstchef Großbritanniens, Sir Richard Dearlove geht davon aus, dass Nikolai Patruschew auf Putin folgen würde, sollte dieser krankheitsbedingt abtreten müssen. Patruschew ist aktuell Sekretär des russischen Sicherheitsrates. Dearlove gab seine Einschätzung im One Decision Podcast ab, wie das Nachrichtenmagazin Newsweek berichtete.

Um Putin gibt es immer wieder neue Gerüchte, dass er krank sei. Der Kreml tut diese jedoch als unwahr ab. Zur Nachfolge Putins sagte der Ex-M16-Chef Dearlove: „Ich würde so weit gehen, fast mit Sicherheit zu sagen, dass es im Moment Patruschew sein würde.“

Patruschew gilt als enger Verbündeter Putins und rechtfertigte auch die Invasion in die Ukraine, wie die Washington Post berichtete. Eine Gemeinsamkeit, die er mit Putin hat, ist die Vergangenheit beim KGB. Dies ist die wichtigste Sicherheitsbehörde der Sowjetunion. Als Sekretär des Sicherheitsrates arbeitet er nun laut Kreml in einer „separaten Abteilung des Präsidial-Exekutivbüros“.

Putin-Nachfolger würde aus seinem engen Kreis kommen

Im Podcast war sich Dearlove mit Dr. Louise Shelley, Professorin an der George Mason University in Virginia, einig. Shelley, die außerdem Direktorin des von ihr gegründeten Zentrums für Terrorismus, transnationale Kriminalität und Korruption ist, geht davon aus, dass auf Putin ein Mitglied der Siloviki folgen würde.

Siloviki sind die russischen Vertreter des Militärs oder der Geheimdienste. Shelley geht von einem Nachfolger aus Putins „engstem Kreis“ aus. Ob sich der Nachfolger lange an der Macht halten könnte, ist sie sich jedoch unsicher.

Putin ist bereits über zwei Jahrzehnte im Amt. Ein Gesetz, das er 2021 unterschrieben hat, setzte seine Amtszeiten wieder auf null. Dadurch dürfte er zwei weitere Amtszeiten Präsident bleiben. Diese würden 12 weitere Jahren andauern und er könnte bis 2036 im Amt sein. Doch dass der 69-Jährige tatsächlich noch so lange Präsident Russlands bleibt, ist ungewiss. (jo)

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