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Ist Putin kerngesund? CIA-Chef räumt mit Gerüchten auf

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Von: Nail Akkoyun

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Seit Monaten ranken sich Gerüchte um den Gesundheitszustand von Wladimir Putin. CIA-Direktor William Burns zufolge fehlt dem Kreml-Chef jedoch überhaupt nichts.

Moskau/Aspen – Je länger der Ukraine-Krieg andauert, desto mehr häufen sich die Spekulationen rund um den Gesundheitszustand von Wladimir Putin. Der russische Präsident, der im kommenden Oktober 70 Jahre alt wird, soll den Gerüchten zufolge an Krebs oder auch Parkinson leiden – der Kreml bestätigte jedoch keine der zahlreichen Mutmaßungen. Im Gegenteil: Außenminister Sergej Lawrow behauptete erst im Mai, dass „vernünftige Menschen“ keine Krankheiten oder Gebrechen bei Putin sehen könnten.

In die gleiche Kerbe schlug nun auch CIA-Direktor William Burns, der scherzte, dass der Präsident sogar „zu gesund“ erscheine. „Es gibt viele Gerüchte über den Gesundheitszustand von Präsident Putin, aber soweit wir wissen, ist er völlig gesund“, sagte Burns auf dem Aspen Security Forum in Colorado. Er fügte allerdings hinzu, dass es sich dabei um keine „nachrichtendienstliche Beurteilung“ handele. Darüber berichtet die BBC.

Der russische Präsident Wladimir Putin soll mehreren Quellen zufolge schwer krank sein. CIA-Direktor William Burns widerspricht dem allerdings. (Archivfoto)
Der russische Präsident Wladimir Putin soll mehreren Quellen zufolge schwer krank sein. (Archivfoto) © Valery Sharifulin/Imago

William Burns, der als Botschafter in Moskau tätig war und von der US-Tageszeitung Politico als „Putinologist“ bezeichnet wird, erlaubte sich dennoch eine Einschätzung. Seit mehr als zwei Jahrzehnten beobachte er den russischen Staatschef, dabei habe er Wladimir Putin mehr als einmal getroffen. Problematisch sei demnach nicht dessen körperliche Verfassung, sondern eher Putins Verstand.

Gerüchte um Wladimir Putin: Ukraine-Krieg beruht auf „zutiefst fehlerhaften Annahmen“

„Er ist davon überzeugt, dass es seine Bestimmung als Russlands Führer ist, Russland wieder zu einer Großmacht zu machen. Er glaubt, dass der Schlüssel dazu in der Wiederherstellung einer Einflusssphäre in Russlands Nachbarschaft liegt, und das kann er nicht tun, ohne die Ukraine zu kontrollieren“, sagte der CIA-Chef während seiner Rede in Aspen.

Der russische Präsident Wladimir Putin soll mehreren Quellen zufolge schwer krank sein. CIA-Direktor William Burns widerspricht dem allerdings. (Archivfoto)
CIA-Direktor William Burns widerspricht allen Vermutungen zu Putins Gesundheitszustand. (Archivfoto) © Rod Lamkey/Imago

Im November 2021 sei Burns in die russische Hauptstadt gereist, um den Kreml vor den schwerwiegenden Konsequenzen eines drohenden Kriegs in der Ukraine zu warnen, doch Wladimir Putin blieb – offensichtlich – bei seinem Plan. Dessen Absichten beruhten auf „zutiefst fehlerhaften Annahmen“ sowie Illusionen, „insbesondere in Bezug auf die Ukraine“, sagte Burns. Mehrfach habe er Putin privat sagen hören, dass die Ukraine „kein echtes Land“ sei.

Auch in einem Interview mit dem US-Sender NBC erklärte der CIA-Direktor noch einmal die Gedankengänge Putins und betonte, dass der schwierige Verlauf des Ukraine-Kriegs schon jetzt ein „strategisches Versagen“ von Russland aufzeige. (nak)

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