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Stoiber kritisiert Schröders Umgang mit Putin

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Von: Joshua Schößler

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Ex-CSU-Chef Edmund Stoiber kritisiert den ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder für dessen Freundschaft mit Wladimir Putin.

Passau – Bayerns früherer Ministerpräsident und Ex-CSU-Chef Edmund Stoiber findet klare Worte für den ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder und dessen Freundschaft mit Putin.

Edmund Stoiber und Gerhard Schröder seien zwar seit dem Ausscheiden aus ihren Ämtern miteinander befreundet. „Aber für das, was er bezüglich Putin, Rosneft und Gazprom tat und tut, habe ich kein Verständnis. Das habe ich ihm auch selbst gesagt. Es schadet Deutschland, der SPD und der gesamten deutschen Politik“, sagte er der der Passauer Neuen Presse (Freitag).

Edmund Stoiber hat für Gerhard Schröders Verhältnis mit Wladimir Putin kein Verständnis

Dabei unterhält Edmund Stoiber jedoch selbst Beziehungen zum umstrittenen russischen Staatschef. Stoiber hatte Wladimir Putin mehrfach in Moskau besucht, in dessen Datsche zu Abend gegessen und ihm zu Ehren im oberbayerischen Aying einen großen Empfang gegeben.

Edmund Stoiber relativierte jedoch seine eigenen Verbindungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin. Der Begriff „Freundschaft ist zu hoch gegriffen“, sagte er. Weiterhin merkte er an, Wladimir Putins Sichtweise auf die Entwicklungen seit dem Ende des Kalten Kriegs zu kennen: „Er glaubt, der Westen habe ihn und Russland an den Rand des Weltgeschehens gedrängt.“

Edmund Stoiber unterhält jedoch selbst Beziehungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin

Aber „was Putin jetzt versucht, nämlich die Sicherheitsarchitektur Europas mit Drohungen und Truppenaufmärschen zu verändern, kann nicht gutgehen“, warnte Stoiber mit Blick auf die Krise in der Ukraine. Edmund Stoiber sprach sich klar für eine Politik gegenüber Russland aus, die aus Abschreckung und Dialog besteht.

Russland hat laut westlichen Medien mehr als 100.000 Soldaten an der ukrainischen Grenze zusammengezogen. Der Westen befürchtet deshalb einen russischen Angriff auf das Nachbarland. Russland weist die Vorwürfe jedoch zurück und gibt zugleich an, sich von der Nato bedroht zu fühlen. Am Mittwoch (02.02.2022) hatte der russische Präsident Wladimir Putin noch die „mangelnde Bereitschaft“ des Militärbündnisses moniert, „angemessen“ auf Russlands „Sicherheitsbedenken“ einzugehen. Die Situation ist daher momentan angespannt. (jos/AFP)

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