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Wladimir Putin schreibt Brief an Kim Yong-Un

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Von: Jan Oeftger

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Russland und Nordkorea wollen ihre „freundschaftlichen“ Beziehungen ausbauen (Archivbild).
Russland und Nordkorea wollen ihre „freundschaftlichen“ Beziehungen ausbauen. (Archivfoto) © Alexander Zemlianichenko/dpa

Russlands Präsident Putin und Nordkoreas Machthaber Kim wollen enger zusammenarbeiten. Das ist auch mit dem Ukraine-Krieg verbunden.

Seoul – Russland und Nordkorea wollen ihre Beziehungen ausbauen. Dies geht aus einer Grußbotschaft hervor, die Russlands Präsident Wladimir Putin an Kim Jong-un, den Machthaber Nordkoreas, schickte. Der Anlass für die Grußbotschaft war der Tag der Befreiung Koreas von der japanischen Kolonialherrschaft (1910 bis 1945). In seinem Schreiben habe Putin die Freundschaft der beiden Länder hervorgehoben, wie nordkoreanische Staatsmedien berichten.

Beide Seiten verbinde eine Tradition der bilateralen Freundschaft und Zusammenarbeit. Die Beziehungen weiter auszubauen, sei im Interesse der Menschen beider Länder, soll Putin geschrieben haben. Dies führe auch dazu, „die Sicherheit und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel und in der ganzen nordostasiatischen Region zu stärken“.

Freundliche Beziehungen zwischen Russland und Nordkorea „werden in allen Bereichen stärker“

Wie das nordkoreanische staatliche Medium KCNA weiter berichtet, richtete Kim ebenfalls eine Grußbotschaft an Putin. Kim sei überzeugt, dass die freundschaftlichen Beziehungen „in allen Bereichen stärker werden“. Zudem erklärte er, dass die Zusammenarbeit „die gemeinsame Front auf eine neue Stufe gestellt hat, um die militärische Bedrohung und Provokation der feindlichen Kräfte zu vereiteln“.

Beide Länder hatten im April 2019 bei ihrem Gipfeltreffen in der russischen Stadt Wladiwostok Vereinbarungen getroffen. Diese nehme man nun als Grundlage für die noch engere Zusammenarbeit. Der Ursprung der Freundschaft beider Staaten liege laut Kim im Zweiten Weltkrieg, als die beiden Länder Japan gemeinsam besiegt hatten.

Im Zuge des Ukraine-Krieges erhielt Russland politische Unterstützung von Nordkorea. Nach Russland und Syrien erkannte auch Nordkorea im Juni die separatistischen Gebiete Donezk und Luhansk als unabhängige Staaten an. Dies bewog die Ukraine dazu, alle diplomatischen Beziehungen zu Nordkorea abzubrechen. Das von Kim geführte Land hat sich außerdem dazu bereit erklärt, in Donezk und Luhansk Wiederaufbauhilfe zu leisten. (Jan Oeftger)

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