Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Russland

Putin greift Lukaschenko unter die Arme - Millionenkredit für Belarus

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
    schließen

Russlands Präsident Wladimir Putin verspricht Alexander Lukaschenko auf einem Treffen Hilfe für Belarus in Millionenhöhe.

Sotschi - Russland hat dem benachbarten Belarus einen Kredit in Höhe von 500 Millionen US-Dollar (etwa 410 Mio. Eur) zugesichert. Das vereinbarten der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko und Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen in Sotschi. Das Geld soll bereits bis Ende Juni ausgezahlt werden, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Samstag gegenüber der russischen Agentur Interfax.

Das Geld ist Teil eines Kredits, den die beiden Länder bereits vor dem Skandal um die Festnahme des regierungskritischen Bloggers Roman Protassewitsch vereinbart hatten. Protassewitsch befand sich an Bord einer Ryanair-Maschine, die während eines Überflugs über Berlarus zur Landung in Minsk gezwungen worden war. Sowohl der Kreml-Kritiker als auch seine Freundin Sofia Sapega sitzen seitdem in Haft.

Putin trifft Lukaschenko: Russland übt Kritik an Sanktionen gegen Belarus

Die EU verhängten genauso wie die Vereinigten Staaten von Amerika im Anschluss Sanktionen gegen Belarus und mehrere Regierungsverterter des Landes. Darüber soll sich Alexander Lukaschenko bereits am Freitag während seines Treffens mit Wladimir Putin beschwert haben. Auch aus Moskau hörte man Stimmen, die Kritik an den Strafmaßnahmen der EU und den USA äußerten. Jen Psaki hatte die Sanktionen für kommende Woche angekündigt. Gleichzeitig kündigte die Pressesprecherin von Joe Biden im Weißen Haus ein drei Milliarden Euro großes Hilfspaket für Belarus an. Das Geld werde aber erst ausgezahlt, wenn das Land einen demokratischen Übergang einleiten würde.

Enge Verbündete: Die Präsidenten von Belarus und Russland, Alexander Lukaschenko und Wladimir Putin.

Kreml-Sprecher Peskow äußerte sich zurückhaltend zur Situation von Protassewitsch und Sapega. Ihr Schicksal sei Russland „nicht egal“, vor allem, weil es sich bei der 23-Jährigen um eine russische Staatsbürgerin handele. Sie besäße aber deshalb auch eine Aufenthaltsgenehmigung in Belarus.

Belarus: starke wirtschaftliche Abhängigkeit von Russland

Wladimir Putins Geld dürfte ein Segen für Alexander Lukaschenko sein. Belarus befindet sich in einer schweren wirtschaftlichen Krise. Bei dem großen Nachbarn Russland hat das Land bereits Schulden in Milliardenhöhe. Die Kritik am langjährigen Machthaber Lukaschenko wurde in den letzten Monaten immer lauter. Tausende fanden sich zu Protesten gegen die Regierung in der Hauptstadt Minsk ein. Lukaschenko reagierte mit hunderten Festnahmen und exzessiver Gewalt gegen die Demonstrierenden.

Zur Zukunft des 26-jährigen Roman Protassewitsch und seiner Freundin Sofia Sapega bleibt weiter unklar. Weder Alexander Lukaschenko noch Wladimir Putin konnten oder wollten dazu in Sotschi etwas sagen. (Daniel Dillmann mit dpa)

Rubriklistenbild: © MIKHAIL METZEL

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare