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Demonstranten nahe des Weißen Haus in Washington. Rechts sind noch die Tribünen anlässlich der Feierlichkeiten zur Vereidigung von Donald Trump zu sehen.
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Demonstranten nahe des Weißen Haus in Washington. Rechts sind noch die Tribünen anlässlich der Feierlichkeiten zur Vereidigung von Donald Trump zu sehen.

Proteste gegen Trump

"Wir werden nicht klein beigeben"

Mit diesen Dimensionen war nicht zu rechnen: Vermutlich mehr als 2,5 Millionen Menschen beteiligen sich weltweit an Anti-Trump-Demonstrationen.

Die von Frauen organisierten Anti-Trump-Demonstrationen sind offenbar viel größer ausgefallen als erwartet. Demnach schlossen sich weltweit vermutlich mehr als 2,5 Millionen Menschen den Protesten an. Der Schwerpunkt liegt in Washington: Zwar lagen am Samstag zunächst keine verlässlichen Angaben zum "Women's March on Washington" in der Hauptstadt vor. Die von den Veranstaltern erwartete Zahl von 200.000 Demonstranten schien jedoch deutlich übertroffen worden zu sein. Die Menschenmenge dehnte sich mehr als 1,5 Kilometer aus und dürfte damit größer sein als die Feier zur Amtseinführung des neuen Präsidenten Donald Trump am Vortag. Nach Schätzungen sollen mindestens 500.000 Menschen gekommen sein.

Unterstützung bekommen die Anti-Trump-Demonstranten in Washingtonvon zahlreichen Stars aus dem Showbusiness. Die Schauspielerin Scarlett Johannsson appelliert in einer Rede an Trump, sich dem Kampf der Frauen für die Gleichberechtigung nicht zu verschließen: "Ich möchte in der Lage sein, Sie zu unterstützen. Aber zuerst bitte ich Sie, mich zu unterstützen." Und die Popdiva Madonna warnt bei einem Überraschungsauftritt den Präsidenten: "Wir werden nicht klein beigeben. In unserer Geschlossenheit liegt Macht."

Auch in anderen Städten fanden Proteste von Amerikanerinnen und Amerikanern satt. Die Polizei in Chicago sprach von mehr als 125.000 Teilnehmern. Die Menschenmenge wurde dabei so groß, dass ein geplanter Marsch durch die Stadt in eine Protestkundgebung umgewandelt wurde.

Verkehr in Manhattan kommt zum Erliegen

Noch mehr kamen in New York: Die Veranstalter des «Women's March» in Manhattan hatten mit 50.000 Teilnehmern gerechnet, geschätzte 200 000 sollen aber nach Angaben des Lokalblatts «amNewYork» und dem Onlineportal Gothamist.com gekommen sein. Beobachter und Teilnehmer der Veranstaltung berichteten dem öffentlichen Sender WNYC, dass der Verkehr in den engen Straßen von Manhattan durch die Menschenmenge über Stunden zum Erliegen kam.

Der Zug durch die Innenstadt begann gegenüber dem Hauptsitz der Vereinten Nationen und sollte vor dem Trump Tower an der Fifth Avenue enden. Die Polizei sperrte die Prachtstraße jedoch einen Block vor dem Wohn- und Geschäftssitz des neuen US-Präsidenten Donald Trump ab, um möglichen Ausschreitungen vorzubeugen. Auch in Los Angeles und Boston gab es Demonstrationen

Die wohl zeitgrößte Demonstration fand an der Westküste statt: In Los Angeles haben sich mehr als eine halbe Million Menschen beteiligt. Das teilte am Samstag ein Polizeisprecher in der kalifornischen Metropole mit, die Organisatoren sprachen sogar von 750.000 Teilnehmern.

Spruchbänder beim Filmfestival

Auch die Filmbranche setzt ein Zeichen gegen Trump: Während des Sundance Festival im Wintersportort Park City demonstrierten am Samstag tausende Menschen, darunter eine Reihe von Film- und Fernsehstars, gegen Trump. Als Wortspiel mit dem Namen des neuen Präsidenten riefen sie "Love Trumps Hate" (Liebe triumphiert über Hass).

Auf Spruchbändern stand in Anspielung auf Trumps Wahlkampfslogan "Make America Great Again" (Amerika wieder großartig machen) "Amerika wieder mitfühlend machen". Angeführt wurde der Protestzug in der Kleinstadt im Bundesstaat Utah von der US-Komikerin Chelsea Handler, zu den Rednern zählte die Schauspielerin Maria Bello. Auch Hollywood-Stars wie Charlize Theron, Kristen Stewart und John Legend nahmen teil.

Weltweiter Protest

Zur wohl größten Demo außerhalb der USA kamen in London nach Schätzungen der Veranstalter etwa 100.000 Menschen. Weitere Demonstrationen, wenn auch viel kleiner, gab es unter anderem in Berlin, Tokio, London, Paris, Rom, Wien, Genf und Amsterdam. In Frankfurt gingen mehr als 2000 Menschen auf die Straße.

Die Proteste richten sich gegen Trumps Politik sowie seine Verbalangriffe auf Minderheiten und Frauen. Bislang verlaufen die Proteste friedlich - am Vortag hatten mehrere hundert Randalierer am Rande der Vereidigungszeremonie im Zentrum von Washington gewütet. (rtr/dpa/afp/FR)

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