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Winterklausur der CSU-Landesgruppe im Bundestag.

Merkel-Nachfolge

CSU will über Kanzlerkandidatur mitentscheiden

Der Chef der Bayerischen CSU-Landtagsfraktion sieht für Kramp-Karrenbauer als Kanzlerkandidatin keinen Automatismus. Die Kandidatur sei eine gemeinsame Entscheidung innerhalb der Union.

In der Debatte um den künftigen Kanzlerkandidaten der Union sieht der Chef der Bayerischen CSU-Landtagsfraktion, Thomas Kreuzer, keinen „Automatismus“ zugunsten der neuen CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer. „Frau Kramp-Karrenbauer hat mir ihrer Erfahrung als Ministerpräsidentin alle Voraussetzungen, später mal Kanzlerin zu werden. Aber entschieden ist noch gar nichts, es wäre auch zu früh“, sagte Kreuzer der „Bild“-Zeitung (Freitagsausgabe).

Kreuzer unterstrich, dass die künftige Spitzenkandidatur der Union eine gemeinsame Entscheidung von CDU und CSU sein müsse. „Vor allem wenn es einen gemeinsamen Unions-Kanzlerkandidaten geben soll, wovon natürlich alle ausgehen, muss das Thema zu gegebener Zeit mit der CSU diskutiert werden. Ein Automatismus wird der Bedeutung nicht gerecht. Bei beiden Parteien werden letzten Endes deren Gremien entscheiden müssen“, sagte Kreuzer.

Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ralph Brinkhaus, sieht dagegen Kramp-Karrenbauer in der sogenannten K-Frage vorn. „Es ist absolut klar, dass sie den ersten Zugriff hat“, sagte Brinkhaus dem „Focus“. Zugleich schränkte er ein: „Wer sich von der CDU tatsächlich für das Kanzleramt bewerben wird, hängt aber vom Momentum ab, wenn die Kandidatur ansteht.“ (afp)
 

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