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Der Bundestag wollte hinter verschlossenen Türen die globalen Ausspähungen durch die NSA untersuchen. Wikileaks veröffentlichte geheime Details.

Wikileaks

Wichtige Wikileaks-Enthüllungen

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Korruption, Bomben, Ausspähungen: Die Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlicht seit 2007 geheime Dokumente.

Korruption, Bomben, Ausspähungen: Die Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlicht seit 2007 geheime Dokumente. Ein Überblick über wichtige Wikileaks-Enthüllungen.

Arab Mois Milliarden

Das erste Material mit Öffentlichkeitswirkung veröffentlichte Wikileaks im Jahr 2007. Das Thema war Korruption in Milliardenhöhe in der Familie des ehemaligen kenianischen Präsidenten Daniel Arap Moi. Es wurde am 31. August 2007 unter dem Titel „Die Plünderung Kenias“ von der Tageszeitung „The Guardian“ veröffentlicht – Beginn einer jahrelangen Kooperation zwischen der Enthüllungsplattform und wichtigen Medien.

Die Toten von Kundus

Weit mehr als hundert Zivilisten wurden 2009 bei Kundus in Afghanistan getötet, als die Isaf-Truppe auf Bitte von Bundeswehroberst Georg Klein zwei Tanklaster bombardierte, die von Taliban entführt worden waren. Wikileaks veröffentlichte später geheime Bundeswehrdokumente zu der Bombardierung, die schwere Fehler von Oberst Klein und Mängel bei der Aufklärung nach dem Luftangriff belegen.

NSA-Skandal

Wikileaks deckte auch die fehlerhafte Bombardierung von Tanklastern in Afghanistan auf, die mehr als hundert Zivilisten das Leben kostete.

2015 und 2016 veröffentlichte Wikileaks Dokumente aus dem teils geheim tagenden NSA-Untersuchungsausschuss, mit dem der Bundestag die globalen Ausspähungen durch den US-Geheimdienst und dessen Unterstützung durch den BND aufklären wollte. Laut Assange zeigen die Dokumente, dass der Ausschuss Material des Whistleblowers Edward Snowden benutze, aber „zu feige ist, ihm eine Aussage zu erlauben“.

Gegen Hillary Clinton

Im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 veröffentlichte Wikileaks belastende E-Mails zwischen Hillary Clinton und ihrem Wahlkampfleiter John Podesta. Clintons Team warf der Plattform deshalb Wahlbeeinflussung im Auftrag Moskaus vor. US-Sonderermittler Robert Mueller stieß später auf eine Korrespondenz zwischen Wikileaks und einem wohl russischen Hacker mit dem Ziel, Clinton im Wahlkampf zu schaden. 

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