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Nach irritierender Holocaust-Aussage: US-Sender suspendiert Whoopi Goldberg als Moderatorin

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Von: Marvin Ziegele

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Die Schauspielerin und Co-Moderatorin von The View Whoopi Goldberg im Jahr 2019. (Archivbild)
Die Schauspielerin und Co-Moderatorin von The View Whoopi Goldberg im Jahr 2018. (Archivbild) © Lev Radin/Imago

In der Talkshow „The View“ sagt Whoopi Goldberg, dass es beim Holocaust „nicht um Rasse“ gehe. Ihre Aussage sorgt für scharfe Kritik. ABC suspendiert sie als Moderatorin.

Update vom Mittwoch, 02.02.2022, 8.23 Uhr: Hollywood-Star Whoopi Goldberg hat mit Äußerungen zum Holocaust für Irritationen gesorgt. Die afroamerikanische Schauspielerin sagte am Montag (31.01.2022) in der von ihr ko-moderierten Talkshow „The View“, beim Holocaust sei es „nicht um Rasse“ gegangen. Vielmehr habe es sich bei der Judenvernichtung um „Unmenschlichkeit des Menschen gegenüber dem Menschen“ gehandelt. Nun wurde sie vom US-Sender ABC für zwei Wochen als Moderatorin suspendiert.

Goldberg entschuldigte sich für ihre Äußerungen. „Ich entschuldige mich für den Schmerz, den ich verursacht habe“, schrieb die 66-Jährige auf Twitter. „Jüdische Menschen in aller Welt hatten immer meine Unterstützung, und das wird nicht nachlassen.“ Statt zu sagen, beim Holocaust sei es nicht um Rasse, sondern um Unmenschlichkeit gegangen, hätte sie sagen müssen, dass es um „beides“ gegangen sei.

Die Chefin des TV-Senders ABC, Kim Godwin, erklärte daraufhin: „Whoopi hat sich zwar entschuldigt, aber ich habe sie gebeten, sich Zeit zu nehmen, um über die Auswirkungen ihrer Kommentare nachzudenken und zu lernen.“ Sie habe Goldberg „mit sofortiger Wirkung für zwei Wochen wegen ihrer falschen und verletzenden Kommentare“ suspendiert.

Whoopi Goldberg entschuldigt sich nach Holocaust-Aussage

Erstmeldung vom Dienstag, 01.02.2022, 17.15 Uhr: New York – Hollywoodstar Whoopi Goldberg hat mit Aussagen über den Holocaust für Verwirrung gesorgt. Die afroamerikanische Schauspielerin sagte am Montag (31.01.2022) in der von ihr mitveranstalteten US-Talkshow „The View“, dass es beim Holocaust „nicht um Rasse“ gehe. Vielmehr sei es bei der Vernichtung der Juden um die „Unmenschlichkeit des Menschen gegenüber dem Menschen“ gegangen.

Als andere Diskussionsteilnehmer ihr widersprachen und argumentierten, dass die Nazis Juden und Sinti und Roma aufgrund einer rassistischen Weltanschauung verfolgt hätten, erwiderte Goldberg, dies seien „zwei Gruppen von Weißen“. Der Begriff der „Rasse“ gehe an der Sache vorbei.

Whoopi Goldberg irritiert mit Aussage über den Holocaust

Die Schauspielerin, bekannt aus Filmen wie „Sister Act“ und „Ghost“, erntete für diese Äußerungen sofort Widerspruch in den sozialen Medien. „Rassismus war ein zentrales Element der Nazi-Ideologie“, schrieb das Holocaust-Museum in Washington auf Twitter. „Juden wurden nicht durch ihre Religion definiert, sondern durch ihre Rasse. Die rassistischen Überzeugungen der Nazis schürten den Völkermord.“

Jonathan Greenblatt, Leiter der Anti-Rassismus Gruppe Anti-Defamation League, konstatierte auf Twitter: „Beim Holocaust ging es um die systematische Vernichtung des jüdischen Volkes durch die Nazis, das sie als minderwertige Rasse betrachteten. Sie entmenschlichten sie und nutzten diese rassistische Propaganda, um das Abschlachten von 6 Millionen Juden zu rechtfertigen. Die Verzerrung des Holocaust ist gefährlich.“

Holocaust-Aussage von Whoopi Goldberg: „Ich korrigiere mich“

Goldberg reagierte auf Greenblatt’s Tweet und entschuldigte sich. „Ich hätte sagen sollen, dass es um beides geht. Ich korrigiere mich. Das jüdische Volk auf der ganzen Welt hat immer meine Unterstützung gehabt, und das wird auch in Zukunft so bleiben. Ich entschuldige mich für den Schmerz, den ich verursacht habe.“

In der Gesprächsrunde in „The View“ im US-Sender ABC war es um die umstrittene Entscheidung eines Schulbezirks im US-Bundesstaat Tennessee gegangen, den weltberühmten Holocaust-Comic „Maus“ aus Schulbibliotheken zu verbannen. Der Schulbezirk hatte dies mit Schimpfwörtern und einer Nacktszene begründet. Die Entscheidung gegen den mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Comic führte zu empörten Reaktionen. (marv/AFP)

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