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Westliche Waffen im Ukraine-Krieg: Russische Agenten sollen Transportwege ausfindig machen

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Von: Sandra Kathe

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Wohl auch dank der Waffenlieferungen aus dem Westen gelingt den ukrainischen Soldaten derzeit mancher Gegenangriff. Russlands Spione sollen das nun verhindern.

Kiew/Moskau – Nachdem der Einsatz westlicher Waffensysteme auf Seiten der Ukraine das Vorankommen der russischen Invasion deutlich verlangsamt haben soll, berichtet der ukrainische Geheimdienst von einer zunehmenden Anzahl angeblicher russischer Spionageversuche. So seien mehrere Menschen in den Nachbarregionen der Ukraine von Agenten dazu aufgerufen worden, Informationen über möglicherweise geplante Waffentransporte mit dem russischen Militär zu teilen. Das berichtet das ukrainische Nachrichtenportal Pravda unter Berufung auf den ukrainischen Geheimdienst.

In der Mitteilung des Geheimdiensts heißt es, die Spionageversuche durch Russland hätten zum Ziel herauszufinden, über welche Wege die militärischen Hilfsgüter aus dem Westen in die Ukraine gebracht würden: „Um Informationen über die Lieferwege sowie die Anzahl gelieferter Waffen aus Partnerländern der Ukraine zu erhalten, wurden russische Militär-Attachés über geheime Kommunikationskanäle damit beauftragt, Polizeikräfte und Zivilisten zu rekrutieren, die an den Transporten beteiligt sind“, heißt es seitens der ukrainischen Behörden.

Neben teils veralteter eigener Militärausrüstung kommen in der Ukraine nun auch moderne westliche Systeme zum Einsatz.
Neben teils veralteter eigener Militärausrüstung kommen in der Ukraine nun auch moderne westliche Systeme zum Einsatz. (Symbolfoto) © Miguel Medina/AFP

Waffenlieferung im Ukraine-Krieg: Geheimdienst soll versuchen Spitzel zu akquirieren

Berichten zufolge seien daraufhin bereits in mehreren Grenzregionen in Osteuropa Lokalpolitiker:innen sowie pro-russische Aktivist:innen angesprochen worden, die bei der Spionage helfen sollten. Einige Angesprochene hatten sich daraufhin an Sicherheitsbehörden und Polizei gewandt.

Derzeit spricht einiges dafür, dass sich die kürzlich aus westlichen Unterstützerländern gelieferten Waffensysteme tatsächlich als wegweisend für die ukrainische Verteidigung erweisen. Berichten mehrerer ukrainischer Militärsprecher zufolge soll es der Ukraine gelungen sein, das Voranschreiten der russischen Invasion deutlich zu verlangsamen.

Westliche Waffen im Ukraine-Krieg: Waffensysteme geben der Ukraine neuen Rückenwind

Vor allem die Raketenangriffe auf mehrere russische Munitionslager hätten zuletzt für deutlich weniger russische Angriffe im Ukraine-Krieg gesorgt. Daran seien auch Trägerraketensysteme vom US-Typ Himars beteiligt gewesen, wie Oleksandr Motuzianyk, Sprecher des Verteidigungsministeriums der Ukraine gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters bestätigte.

Per Twitter kündigte Verteidigungsminister Olexij Resnikow am Freitag (15. Juli) auch die Lieferung der ersten Systeme vom Typ MLRS M270 in die Ukraine an, die Resnikow als „gute Gesellschaft“ für die Himars-Systeme ankündigte. Neben einem Dank an die Partner im Westen sprach Resnikow in seinem Tweet auch eine Warnung an die russischen Angreifer aus und kündigte „keine Gnade für den Feind“ an. (ska)

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