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Wenn Maschinen Meinung machen

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15 Master-Studierende am Institut für Journalistik in Dortmund machen sich Gedanken zur neuen Medienwelt.

Die Angst geht um bei Medienprofis von morgen – diesen Eindruck kann bekommen, wer die ersten Texte des Bandes „Wenn Maschinen Meinung machen“ liest. 15 Master-Studierende am Institut für Journalistik in Dortmund haben sich Gedanken dazu gemacht.

Der Befund fällt düster aus: Fälschungen, Überwachung, Manipulation, Filterblasen und Kontrollverlust lauern überall. Und Jobverlust für Journalisten. Keine Frage: Diese in unzählige Teilöffentlichkeiten zersplitterte Medienwelt, in der jeder seine eigene Wahrheit hat, wo Minderheiten sich als Mehrheiten ausgeben und Roboter unerkannt an dieser Täuschung mitwirken, bietet Anlässe zur Beunruhigung. Doch sie bietet auch Chancen für Journalisten – zur Aufklärung. Die Studierenden scheinen das verstanden zu haben.

Beispiele: „Es liegt Menschen nahe, die eigene Meinung durch Informationen von außen zu stärken“, notiert Hannah Schmidt zum Thema Filterblasen. Ihre Position: Medien sollten das Bedürfnis nicht befriedigen, sondern Kontroversen im eigenen Blatt oder Sender führen, statt die Rezipienten in „Zustimmungs-Watte“ zu packen. Auch die Glaubwürdigkeitskrise im Journalismus ist keine Neuerscheinung, wie Kristin Häring herausarbeitet. Der Begriff „Lügenpresse“ sei bereits im 19. Jahrhundert eingesetzt worden.

David Freches analysiert das Muster der Populisten, durch Provokation Aufmerksamkeit zu erreichen. Er empfiehlt Journalisten, lieber zu kommentieren statt nur zu berichten. Social Bots, also Software, die sich als menschlich ausgibt, mögen tückisch erscheinen, doch es gibt Indizien, anhand derer man sie erkennen kann – Alter eines Accounts und Frequenz der Postings. Leider haben die Tipps es nicht ins Buch geschafft. Vielleicht in der nächsten Auflage.

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