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Bestens gelaunt: US-Präsident Donald Trump und der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman im Weißen Haus.

Khashoggi-Mord

Weiterer Hinweis auf Bin Salmans Verwicklung

Eine Aufnahme soll beweisen, dass der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman persönlich den Mord an Jamal Khashoggi anordnete.

Einer großen türkischen Zeitung zufolge hat die CIA Aufnahmen eines brisanten Telefongesprächs des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman zum Fall des getöteten Journalisten Jamal Khashoggi.

Darin soll der Kronprinz sagen, Khashoggi solle „so schnell wie möglich zum Schweigen gebracht werden“, wie die Tageszeitung „Hürriyet“ unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen berichtete.

Demnach habe die Direktorin des US-Geheimdienstes, Gina Haspel, bei ihrem Türkeibesuch im vergangenen Monat „signalisiert“, dass die CIA ein entsprechendes Gespräch zwischen dem Kronprinzen und seinem Bruder Khalid bin Salman abgehört habe. Khalid ist der Botschafter Saudi-Arabiens in den USA.

Der regierungskritische saudische Journalist Khashoggi war im saudischen Konsulat in Istanbul getötet worden. Die türkische Regierung lanciert über regierungsnahe Medien seit Wochen Details zu dem Fall. Angeblich verfügt sie über Tonaufnahmen aus dem Innern des Gebäudes. Nur wenige Informationen ließen sich unabhängig überprüfen.

Die Türkei und Saudi-Arabien sind Rivalen in der Region. Außerdem betrachtet die Türkei es als Affront, dass Khashoggis Verschwinden in Istanbul orchestriert wurde. Staatspräsident Erdogan sieht in Saudi-Arabien „höchste Kreise“ involviert und will nicht lockerlassen, bis der Fall aufgeklärt ist.

Der Bericht erhöht den Druck auf die USA, die Aufklärung des Falls voranzutreiben. Er erschien kurz nachdem US-Präsident Donald Trump deutlich gemacht hatte, dass er rigoros zur saudischen Führung hält.

In dem „Hürriyet“-Beitrag heißt es weiter, dass der Kronprinz und sein Bruder in dem angeblichen Gespräch „Unwohlsein“ über die öffentliche Kritik des Journalisten Khashoggi an seinem Land ausgedrückt hätten. Der Autor deutet auch an, dass es weitere „atemberaubende“ Beweise gebe, denn die CIA habe mehr Gespräche abgehört, als die Öffentlichkeit wisse. (dpa)

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