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Iraker untersuchen Plastiksäcke mit Knochen und Kleidung an einem Massengrab nahe der Ortschaft El Khatonia etwa 80 Kilometer südlich von Bagdad. Vor allem irakische Schiiten durchsuchen die tausende von leichensäcken, in denen neben irakischen Solfdaten auch einige Zivilisten in das Massengrab geworfen wurden. Man vermutet, dass die Menschen von Saddam Hussein nahestehenden Einheiten umgebracht wurden, die den Schiitenaufstand im Februar und März 1991 niedergeschlagen hatten. Neben Soldaten finden sich auch Frauen und Kinderleichen in dem Massengrab. Nach Aussagen offizieller Quellen könnten in der Region bis zu zehntausend Leichen verscharrt worden sein.
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Iraker untersuchen Plastiksäcke mit Knochen und Kleidung an einem Massengrab nahe der Ortschaft El Khatonia etwa 80 Kilometer südlich von Bagdad. Vor allem irakische Schiiten durchsuchen die tausende von leichensäcken, in denen neben irakischen Solfdaten auch einige Zivilisten in das Massengrab geworfen wurden. Man vermutet, dass die Menschen von Saddam Hussein nahestehenden Einheiten umgebracht wurden, die den Schiitenaufstand im Februar und März 1991 niedergeschlagen hatten. Neben Soldaten finden sich auch Frauen und Kinderleichen in dem Massengrab. Nach Aussagen offizieller Quellen könnten in der Region bis zu zehntausend Leichen verscharrt worden sein.

BAGDAD

Weitere Massengräber im Norden Iraks entdeckt

BERLIN / BAGDAD, 14. Mai (me/dpa). In Irak sind nach einem Bericht des britischen Senders BBC am Mittwoch weitere Massengräber entdeckt worden. Nachdem aus

BERLIN / BAGDAD, 14. Mai (me/dpa). In Irak sind nach einem Bericht des britischen Senders BBC am Mittwoch weitere Massengräber entdeckt worden. Nachdem aus einem Massengrab bei der Stadt Hilla, südlich von Bagdad, mindestens 3000 Leichen ausgegraben wurden, fanden Iraker und ausländische Freiwillige auch im Norden der Hauptstadt und in den Kurdengebieten zahlreiche Orte, an denen Menschen verscharrt wurden. Nach BBC-Einschätzungen soll es sich bei den Opfern von Hilla zumeist um Schiiten handeln, die nach den Aufständen im Anschluss an den Golfkrieg 1991 vom irakischen Regime getötet worden sind.

Die Menschenrechtsorganisation "Human Rights Watch" warf den Besatzungsmächten in Irak vor, die Grabungsstätten nicht ausreichend zu schützen. Bislang würden die Leichen auf "chaotische Weise" geborgen. Die Organisation forderte die Entsendung internationaler Beobachter.

Die US-Soldaten in Irak dürfen laut eines Berichts der New York Times künftig auf Plünderer schießen. Der neue US-Zivilverwalter Paul Bremer habe diese härtere Gangart angeordnet, meldete das Blatt unter Berufung auf US-Regierungskreise.

In der Debatte über einen deutschen Beitrag an der Nachkriegsordnung in Irak drängen CDU/CSU auf eine deutsche Beteiligung im Rahmen der Nato - gegebenenfalls auch ohne Mandat der Vereinten Nationen. Der außenpolitische Sprecher der Union, Friedbert Pflüger, forderte am Mittwoch ein solches Signal der Bundesregierung an US-Außenminister Colin Powell, der am Freitag in Berlin erwartet wird. Vorstellbar sei ein Einsatz in der kurdisch dominierten Besatzungszone in Nordirak, falls dies ein Schritt auf einem klar vorgezeichneten politischen Weg wäre, der auch die UN wieder stärker einbeziehe, sagte Pflüger an Berlin.

Dossier: Irak nach dem Krieg

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