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Die Proteste in Burkina Faso sind eskaliert.
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Die Proteste in Burkina Faso sind eskaliert.

Burkina Faso

Weiter Proteste in Burkina Faso

Es wird eng für Blaise Compaore: Die Menschen in Burkina Faso lassen nicht locker und fordern unablässig den Rücktritt des Langzeitpräsidenten. Noch ist er im Amt - aber für wie lange?

Es wird eng für Blaise Compaore: Die Menschen in Burkina Faso lassen nicht locker und fordern unablässig den Rücktritt des Langzeitpräsidenten. Noch ist er im Amt - aber für wie lange?

Im westafrikanischen Burkina Faso haben am Freitag erneut zehntausende Menschen gegen Langzeitpräsident Blaise Compaore demonstriert. Sie fordern seinen sofortigen Rücktritt. Der 63-Jährige hatte am Donnerstag nach tagelangen Protesten angekündigt, auf eine weitere Amtszeit zu verzichten und von einer geplanten Verfassungsänderung abzusehen. Jedoch wolle er bis zu den Wahlen im November 2015 einer Übergangsregierung vorstehen.

Massive Proteste fanden erneut in der Hauptstadt Ouagadougou statt. Auch in anderen Landesteilen gingen die Menschen auf die Straße. Dabei blieb es Augenzeugen zufolge zunächst friedlich. Das Militär, das die Bevölkerung offenbar unterstützt, wollte noch am Freitag eine Erklärung abgeben.

Nach Angaben der Opposition waren bei blutigen Unruhen am Donnerstag mindestens 30 Menschen getötet und 100 weitere verletzt worden. Die Polizei hatte mit scharfer Munition in die Menge geschossen. In einer Rede an die Nation hatte Compaore den am Donnerstag ausgerufenen Ausnahmezustand wieder aufgehoben. Er bestätigte zugleich die Auflösung des Parlaments. Diese Schritte sollten den Weg in eine Übergangsphase erleichtern, an deren Ende er die Macht an einen demokratisch gewählten Präsidenten übergeben wolle.

Compaore regiert das westafrikanische Land seit einem Putsch vor fast drei Jahrzehnten. Er wollte zuletzt vom Parlament die Verfassung ändern lassen, um sich auch im nächsten Jahr erneut zur Wahl stellen zu können. Das Agrarland Burkina Faso mit etwa 17 Millionen Einwohnern ist eines der ärmsten Länder der Welt. (dpa)

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