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Trump wollte Ende im Weißen Haus mit Unmengen Cola light verhindern

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Von: Daniel Dillmann

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Donald Trump, hier nach seiner Präsidentschaft als Moderator eines Box-Events, gönnt sich sein erklärtes Lieblingsgetränk: Eine Coca-Cola light.
Donald Trump, hier nach seiner Präsidentschaft als Moderator eines Box-Events, gönnt sich sein erklärtes Lieblingsgetränk: eine Coca-Cola light. © CHANDAN KHANNA/AFP

Laut Zeugenaussagen, die der Untersuchungsausschuss des US-Kongresses veröffentlicht hatte, sträubte sich Donald Trump mit allen Mitteln dagegen, das Weiße Haus zu verlassen.

Washington DC - Noch immer läuft die Aufarbeitung der Ereignisse vom 6. Januar 2021 in den USA. Hunderte Anhängerinnen und Anhänger Donald Trumps hatten sich an diesem Tag gewaltsam zu den Parlamentsgebäuden auf dem Kapitol in Washington DC verschafft. Fünf Menschen starben, mehr als 140 Polizisten wurden verletzt. Ein Schlag gegen die älteste Demokratie der Welt, die sich nur langsam davon erholt.

Um die Ereignisse aufzuarbeiten, setzten die Demokraten einen Untersuchungsausschuss ein. Der wiederum erhob in seinem Abschlussbericht schwere Vorwürfe gegen Donald Trump. Der zu diesem Zeitpunkt bereits abgewählte, aber formal noch im Amt befindliche Präsident habe die Gewalt zuerst angestachelt und sich anschließend geweigert, seine Fans aufzufordern, das Kapitol zu verlassen.

Donald Trump sträubt sich in Videoansprache

Am 7. Januar, also einen Tag nach dem Sturm auf das Kapitol, sollte Trump ein Videostatement aus dem Weißen Haus an die Bürger:innen der USA schicken. Kurz darauf wurde auch ein Video veröffentlicht. Über ein Jahr später machte der Kongressausschuss sogenannte Outtakes publik, also schiefgegangene Probeaufnahmen. Aus diesen wiederum wurde deutlich, wie sehr Trump sich sträubte, seine Niederlage einzugestehen.

Immer wieder weigerte er sich, das vorbereitete Statement vorzulesen. Handschriftlich änderte er kurzerhand einzelne Passagen, wie der US-Sender ABC damals berichtete. Die Androhung, Gewalttäter des 6. Januar mit aller Härte des Gesetzes bestrafen zu wollen, strich er ganz aus der Rede. Den Aufstand des Vortages erwähnte er mit keinem Wort.

Donald Trump fragt „mehrmals nach Cola Light“

Nun rückt das Video-Statement Donald Trumps einen Tag nach dem Aufstand am 6. Januar erneut in den Fokus der Berichterstattung. Aus der Befragung einer damaligen Fotografin im Weißen Haus wird deutlich, dass Trump sich konstant darum bemühte, die Aufnahme seiner kurzen Rede hinauszuzögern. Er sei sehr „unruhig“ gewesen und habe die Aufnahme „immer wieder abgebrochen und von vorne begonnen“, so die Fotografin Shealah Craighead. Trump habe „mehrmals nach Cola Light gefragt oder abgebrochen, um einen Schluck zu nehmen. Dann begann er wieder, nur um sofort wieder anzuhalten, um einen weiteren Schluck zu nehmen. Er las ein Stück vor, fragte nach einer neuen Cola oder verlangte ein Handtuch, um sich den Kopf abzuwischen.“ Die Dokumente ihrer Befragung machte Kyle Cheney vom US-Magazin Politico öffentlich.

Sie sei sich sicher, dass Trump „alles getan hätte, um die Dreharbeiten hinauszuzögern“, sagte Craighead zum Ende ihrer Befragung. Der ehemalige Präsident hat bis heute weder die Ereignisse am 06. Januar 2021 verurteilt, noch die Rechtmäßigkeit des Sieges Joe Bidens bei der US-Wahl 2020 anerkannt. Dafür und trotz innerparteilich immer härterer Konkurrenz will Trump 2024 noch einmal antreten. (Daniel Dillmann)

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