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Stephan Weil will nicht neuer SPD-Chef werden.

Medienbericht

Weil verzichtet auf Kandidatur zum SPD-Vorsitz

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Der niedersächsische Ministerpräsident will nicht SPD-Chef werden. Dafür hat er aber seinen Favoriten genannt.

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil wird sich im Herbst nicht um die Nachfolge von Andrea Nahles an der Spitze der SPD bewerben. Das berichtet exklusiv das RedaktionsNetzwerk Deutschland.

Weil habe dies den kommissarischen SPD-Vorsitzenden Manuela Schwesig, Malu Dreyer und Thorsten Schäfer-Gümbel am Wochenende in einer Telefonschalte mitgeteilt. Das erfuhr das RedaktionsNetzwerk Deutschland aus Parteikreisen. 

Heimlicher Favorit springt ab

Als amtierender Ministerpräsident von Niedersachsen, der zudem gegen den Bundestrend eine Wahl für sich entschieden hat, wurde Weil von Vielen als Favorit bei der Kandidatur für den SPD-Vorsitz angesehen. Mit seiner Absage scheint das Rennen um die Nahles-Nachfolge an der Spitze der ältesten deutschen Partei nun wieder vollkommen offen zu sein.

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Weil habe bei der Telefonschalte mit der kommissarischen SPD-Spitze zudem erklärt, dass er SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil bei dessen Bewerbung unterstützen werde. Klingbeil werden seit längerem Ambitionen auf den SPD-Vorsitz nachgesagt. Wie Weil kommt er aus Niedersachsen. Offiziell angekündigt hat er eine Kandidatur aber bisher nicht.

Zwei Tandems haben sich bisher beworben

Mögliche Kandidaten können einzeln, aber auch als Doppelspitze für den SPD-Vorsitz kandidieren. Bisher hat Michael Roth, parlamentarischer Staatssekretär im Auswärtigen Amt, im Doppel mit Christina Kampmann, ehemalige Familienministerin in NRW, seine Kandidatur erklärt. Außerdem wird der Gesundheitsexperte Karl Lauterbach zusammen mit der Bundestagsabgeordneten Nina Scheer zur Vorsitzendenwahl antreten.

Tobias Möllers

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