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Wassermangel bedroht mehr als eine halbe Millionen Menschen in Mossul.

Mossul

Wassermangel bedroht halbe Millionen Menschen

Die Versorgung ist unterbrochen. In Mossul droht daher Wassermangel. Betroffen sind auch Kinder und Familien.

Mehr als eine halbe Millionen Menschen in der umkämpften nordirakischen Stadt Mossul leiden nach UN-Angaben unter akutem Wassermangel, weil die Versorgung unterbrochen worden ist. Kinder und Familien im Osten Mossuls seien in einer schrecklichen Situation, warnte das UN-Kinderhilfswerk Unicef am Mittwoch.

Unklar ist jedoch, warum die Versorgung unterbrochen wurde. Unicef erklärte, während der Offensive irakischer Sicherheitskräfte gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Mossul sei eine Wasserleitung zerstört worden. Da sie in einem Gebiet unter Kontrolle der Extremisten liege, sei sie bisher nicht repariert worden. Aus anderen UN-Kreisen hieß es, ein Klärwerk sei zerstört worden.

Einwohner aus Stadtteilen unter IS-Kontrolle wiederum berichteten, sie litten seit drei Wochen unter Mangel an Trinkwasser, weil der IS nach dem Vormarsch der irakischen Truppen die Pump- und Klärwerke abgestellt habe. Da die Trinkwasservorräte zu Ende gingen, drohe den Menschen ein "langsamer Tod", sagte eine Frau der Deutschen Presse-Agentur am Telefon. Die Dschihadisten unterbänden auch die Lieferung von Wasser aus anderen Stadtteilen.

Irakische Sicherheitskräfte hatten Mitte Oktober eine Großoffensive begonnen, um die Millionenstadt von den Terroristen zu befreien. Mittlerweile haben sie im Osten Mossuls mehrere Stadtteile eingenommen, die Kämpfe gehen aber weiter. Jets der US-geführten internationalen Koalition unterstützen die Offensive. (dpa)

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