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Trump-Freund plaudert über Orgien und Kokspartys in Washington – Moderatorin verlangt Namen

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Von: Melanie Gottschalk

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Madison Cawthorn ist ein großer Unterstützer von Donald Trump.
Madison Cawthorn ist ein großer Unterstützer von Donald Trump. © Rusty Jones/imago

Der Republikaner Madison Cawthorn spricht ganz offen über wilde Partys und Orgien in Washington DC – und zieht einen Vergleich zu einer bekannten TV-Serie.

Update vom Mittwoch, 30.03.2022, 12.20 Uhr: Offenbar will Kevin McCarthy, Minderheitsführer der Republikaner in der Parlamentskammer, mit dem Abgeordneten Madison Cawthorn über dessen Aussagen sprechen. Mehrere Mitglieder der republikanischen Partei hätten ihre Frustration zum Ausdruck gebracht, nachdem Cawthorn berichtete, er sei in Washington zu Orgien eingeladen worden und führende Politiker:innen hätten Kokain konsumiert.

Auch Meghan McCain, Journalistin und Tochter des republikanischen Präsidentschaftswahlkandidat 2008 John McCain, ergriff das Wort. Via Twitter verlangte sie Namen: „Die amerikanische Öffentlichkeit verdient es zu wissen, welche Mitglieder des Kongresses Kokain nehmen und Orgien feiern, denn sie sind für das Amt ungeeignet. Sollen wir jetzt anfangen zu raten, von wem er gesprochen hat?“

Trump-Freund über das politische Washington DC: Parallelen zu „House of Cards“?

Erstmeldung vom Mittwoch, 30.03.2022: Washington DC – Washington DC und das politische Geschehen sind seit jeher auch gutes Material für Filme und Serien. Beispiele gibt es Unmengen, Millionen von Menschen lassen sich jedes Jahr von politischen Dramen und Intrigen rund um die Hauptstadt der USA begeistern.

Repräsentativ dafür ist wohl die Serie „House of Cards“. Sie erzählt die Geschichte des durchtriebenen Abgeordneten Francis „Frank“ Underwood, der gemeinsam mit seiner ähnlich machthungrigen Ehefrau ein System von Intrige, Korruption und Mord kreiert, um in höhere politische Ämter aufzusteigen und somit seinen Machteinfluss zu vergrößern. 73 Folgen in sechs Staffeln wurden zwischen 2013 und 2018 ausgestrahlt und machten die Serie zu einem weltweiten Erfolg.

Freund von Donald Trump spricht von „sexuellen Perversionen in Washington“

Machthunger ist wahrscheinlich aber auch ein Wort, das einige Menschen nicht nur mit einer Serie wie „House of Cards“, sondern auch mit dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump in Verbindung bringen. Der republikanische Abgeordnete Madison Cawthorn, ein enger Vertrauter von Trump und Unterstützer seiner „Make America Great Again“-Kampagne, fühlt sich laut Daily Beast wohl auch ein bisschen wie Francis „Frank“ Underwood.

In einem Gespräch mit dem Moderator von Warrior Poet Society, John Lovell, erzählte er nämlich kürzlich, was sich angeblich wirklich hinter verschlossenen Türen in Washington DC abspielt. Als ihn Lovell fragte, ob die Serie „House of Cards“ mehr „Fiktion oder Realität“ zeige, antwortete Cawthorn, dass die Serie sehr gut gemacht sei und er seine ganz eigenen Erfahrungen damit gemacht hätte, „welche sexuellen Perversionen in Washington vor sich gehen“, wie die Daily Beast schreibt.

Madison Cawthorn erzählt von Orgien und Koks

„Du bist ein junger Kerl in Washington, wo das durchschnittliche Alter wahrscheinlich zwischen 60 und 70 Jahren ist. Du schaust dir die Menschen an, zu denen du dein ganzes Leben lang aufgeblickt hast und plötzlich wirst du einfach mit den Worten ‚hey, wir haben eine Art sexuelles Treffen in einem unserer Häuser, du solltest kommen‘ eingeladen“, erzählte Cawthorn bei John Lovell.

Er habe dann realisiert, dass er zu einer Orgie eingeladen worden sei. Doch damit noch nicht genug, denn laut Cawthorn hätten mehrere Abgeordnete vor ihm Kokain genommen. Beweise konnte er dafür aber nicht liefern, nannte auch keine Namen. Darüber hinaus bestritt er seine eigene Beteiligung nicht. (msb)

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